Marbella stellt Energie- und Finanznotfallplan vor

Marbella Energienotfallplan

Marbella stellt Energienotfallplan vor

Die Stadt Marbella hat einen Notfallplan für Energie und Finanzen auf den Weg gebracht, um die kommunale Grundversorgung angesichts der angespannten internationalen Lage durch den Krieg im Nahen Osten zu sichern. Das teilte Stadtrat und Sprecher Félix Romero am Dienstag mit.

Der Entwurf wurde der Junta de Gobierno Local, dem engsten Führungsgremium der Stadtverwaltung, bereits vorgelegt.

Romero betonte, Ziel sei es, „die Auswirkungen auf den Haushalt zu begrenzen und der Stadt Instrumente für schnelle Reaktionen auf mögliche Krisen in die Hand zu geben, so wie wir es bereits während Covid-19 getan haben“.

Drei Szenarien mit unterschiedlichen Maßnahmen

Der Plan sieht drei Szenarien mit jeweils unterschiedlichen Maßnahmen vor, je nachdem, wie sich die Lage entwickelt. Das erste, als „moderate Anspannung“ bezeichnete Szenario greift, wenn die Energiekosten um mindestens 20 Prozent steigen.

Es umfasst ein wöchentliches Monitoring des Energieverbrauchs in städtischen Gebäuden, einheitliche Temperaturvorgaben in öffentlichen Einrichtungen sowie eine Überprüfung bestehender Energieverträge.

Sollten die Mehrkosten bis Ende des zweiten Quartals anhalten und den Haushalt spürbar belasten, tritt das zweite Szenario in Kraft: „anhaltende Anspannung“. Dann sind unter anderem Haushaltsanpassungen, der Einsatz von Rücklagen sowie die Priorisierung von Ausgaben für unverzichtbare Dienste vorgesehen.

Das dritte Szenario, „schwere Anspannung“, kommt zum Tragen, wenn die Krise über das zweite Quartal hinaus andauert oder es sogar zu Versorgungsunterbrechungen kommt.

In diesem Fall würde ein städtischer Krisenausschuss einberufen, der strikt Sicherheit, Wasserversorgung, Straßenbeleuchtung und Sozialdienste priorisiert. Zugleich sind Anträge auf außerordentliche Finanzhilfen bei übergeordneten Behörden sowie eine umfassende Haushaltsrevision geplant.

Romero verwies darauf, dass Marbella bereits seit längerem an einer eigenständigen Energiestrategie arbeite. Dazu gehören Solaranlagen auf Dächern städtischer Gebäude, insbesondere in Schulen, sowie 500 Photovoltaikpanele auf dem Palacio de Congresos, dem städtischen Kongresszentrum.

Neu hinzu kommen zwei weitere Maßnahmen: die schrittweise Umstellung der städtischen Fahrzeugflotte auf Elektro- bzw. Hybridantrieb sowie die Förderung privater Investitionen in Energiespeicheranlagen im Stadtteil Elviria.

Quellen: Málaga HOY, Ayuntamiento de Marbella

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