Wer von Málaga mit der Bahn direkt nach Madrid fahren will, muss sich weiter gedulden. Die spanische Eisenbahn-Infrastrukturbehörde Adif hat bestätigt, dass Direktzüge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke frühestens ab dem 23. März wieder im Einsatz sind.
Ursache der Sperrung ist ein Erdrutsch bei Álora vom 5. März. Genaue Reparaturfristen sind kaum möglich.
Die privaten Hochgeschwindigkeitsanbieter Iryo und Ouigo stornieren deshalb Tickets und erstatten Geld zurück. Die staatliche Bahn Renfe bietet als Notlösung eine Bus-Bahn-Kombination an: von Málaga per Bus bis zum Bahnhof Antequera-Santa Ana, dann weiter per Zug – 14 tägliche Verbindungen, sieben je Richtung.
Hinzu kommen weitere Probleme auf der Strecke: Im Tunnel von Abdalajís gibt es Wassereinbrüche, sodass nur ein Gleis befahrbar ist.
Bei Adamuz (Provinz Córdoba), wo am 18. Januar das tragische Zugunglück mit 46 Toten passierte, ist die Strecke zwar wieder offen, aber auf Tempo 60 begrenzt.
Der Präsident der Provinzregierung (Diputación) in Málaga, Francisco Salado kritisiert Adif und das spanische Transportministerium scharf: keine Transparenz, keine klaren Zeitpläne – und das kurz vor der Semana Santa.
Den wirtschaftlichen Schaden durch die Sperrung seit Januar 2026 beziffern die Diputación auf rund 109 Millionen Euro.
Quellen: Diario Sur, Málaga HOY, Adif






















































