An der Universität Málaga soll nach Angaben der andalusischen Landesregierung die größte physische Quantencomputer-Infrastruktur Europas entstehen.
Die andalusische Landesregierung und das Unternehmen Quantumlab Málaga haben dazu am Montag im Rektorat der Universität Málaga ein Kooperationsabkommen unterzeichnet.
Ziel ist die Erforschung und praktische Anwendung von Quantentechnologien in Bereichen wie Energie, Wasserversorgung, Gesundheit, Industrie und Cybersicherheit.
Im Mittelpunkt steht ein Quantencomputer mit 317 Qubits, der an der Universität Málaga installiert werden soll. Qubits sind die Grundrecheneinheiten eines Quantencomputers, vergleichbar mit den Bits eines klassischen Rechners.
Quantencomputer können bestimmte Rechenaufgaben um ein Vielfaches schneller lösen als herkömmliche Systeme. Mögliche Anwendungsfelder reichen von der Optimierung von Lieferketten über die Entwicklung neuer Medikamente bis hin zu sichererer Datenverschlüsselung.
Das auf drei Jahre angelegte Abkommen setzt auf Fachkräfteausbildung, Wissenstransfer und konkrete Anwendungen: von der Modellierung von Grundwasservorkommen über die Vorhersage extremer Wetterereignisse bis hin zu personalisierten medizinischen Diagnosen.
Vorgesehen sind auch sogenannte Testumgebungen in Andalusien, in denen Quantensensoren und Algorithmen unter realen Bedingungen erprobt werden können. Die Anlage soll Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Europa offenstehen.
























































