Seniorenresidenz in Marbella
Die Stadt Marbella steht kurz vor dem Abschluss eines ihrer ältesten Sozialprojekte: dem Bau der ersten öffentlichen Seniorenresidenz.
Zwei Jahrzehnte nach der Unterzeichnung des ursprünglichen Bauvertrags im Jahr 2007 sollen die Arbeiten im Stadtteil El Trapiche del Prado nun bis Juni 2026 beendet werden.
Laut einer Mitteilung des Rathauses sind die Bauarbeiten nach mehreren Verzögerungen inzwischen weit fortgeschritten. Ursprünglich war die Fertigstellung für Ende 2025 vorgesehen.
Parallel arbeitet die Stadt bereits an der Ausschreibung für die Einrichtung und Ausstattung des Zentrums – mit einem Budget von mehr als einer Million Euro – sowie an der künftigen Betreiberauswahl.
Ein Teil der Plätze soll für ältere Menschen aus Marbella ohne ausreichende finanzielle Mittel reserviert werden, teils über kommunale Förderung, teils über eine Vereinbarung mit der Junta de Andalucía.
Die neue Residenz ist eng mit der Restaurierung des historischen Gebäudes Trapiche del Prado verbunden, das aus dem 10. Jahrhundert stammt und als Kulturdenkmal (Bien de Interés Cultural) geschützt ist.
Es wurde als Besucherzentrum wiederhergestellt und soll gemeinsam mit der Residenz genutzt werden – etwa mit Gemeinschafts-, Lese- und Freizeitbereichen, die auch der Öffentlichkeit offenstehen.
Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf rund neun Millionen Euro. Zusätzliche 2,8 Millionen Euro werden über das europäische Förderprogramm Next Generation bereitgestellt.
Wie die andalusische Sozialministerin Loles López bei einem Besuch der Baustelle erklärte, ist die Finanzierung der Seniorenresidenz Marbella Teil eines Programms über 134 Millionen Euro, das den Bau und die Modernisierung von mehr als hundert Pflegeeinrichtungen in ganz Andalusien unterstützt.
Die neue Einrichtung entsteht auf einem 12.000 Quadratmeter großen Grundstück. In der ersten Phase sollen 78 Pflegeplätze zur Verfügung stehen, langfristig ist eine Kapazität von bis zu 100 Bewohnern geplant.
Bürgermeisterin Ángeles Muñoz bezeichnete das Projekt als „Antwort auf eine langjährige Forderung der Bürger“ und als wichtigen Schritt zum Ausbau der öffentlichen Pflegeangebote an der Costa del Sol.
Quellen: Ayuntamiento de Marbella, Málaga HOY


















































