Spanien verlängert Spritpreis-Hilfe: 20 Cent Rabatt pro Liter ab Oktober

Die Entlastung an den Tankstellen wird ab Oktober wieder ausgeweitet.

Benzinrabatte in Spanien

Spritpreise in Spanien im Oktober 2026

Die spanische Regierung verlängert ihren Schutzschirm gegen die Folgen der Energiekrise und bringt damit auch eine neue Entlastung für Autofahrer auf den Weg.

Ab 1. Oktober soll die steuerliche Vergünstigung für Benzin und Diesel wieder 20 Cent pro Liter betragen. Die Maßnahme ist Teil eines neuen Pakets gegen die stark gestiegenen Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten.

Die bisherige Regelung läuft am 30. September aus. Im September beträgt die Entlastung beim Diesel 20 Cent pro Liter, bei Benzin fünf Cent. Mit dem neuen Maßnahmenpaket wird der Rabatt ab Oktober zunächst für beide Kraftstoffe auf 20 Cent pro Liter angehoben.

Nach den bisher bekannt gewordenen Plänen soll die Entlastung im November auf etwa 13 Cent und im Dezember auf 7 Cent pro Liter zurückgehen. Die Höhe soll dabei an die weitere Entwicklung der Inflation gekoppelt werden.

Der Hintergrund sind die stark gestiegenen Kraftstoffpreise. Nach Angaben des Statistischen Instituts INE lag die Inflation in Spanien im September vorläufig bei 4,9 Prozent. Besonders stark verteuerten sich die Energieprodukte; die Kraftstoffpreise trugen wesentlich zum Anstieg bei.

Weitere Maßnahmen im Winter

Auch für den Winter hat die Regierung weitere Maßnahmen beschlossen. So soll der Anstieg der regulierten Gastarife (TUR) auf 15 Prozent begrenzt werden. Ohne diese Begrenzung wäre nach Angaben der spanischen Tageszeitung El País ab Oktober ein Anstieg von mehr als 45 Prozent möglich gewesen.

Außerdem wird der Preis der Butangasflasche auf 19,55 Euro begrenzt. Die TUR betrifft rund 3,1 Millionen Kunden in Spanien.

Auch der Agrar- und Lebensmittelsektor soll weiterhin unterstützt werden. Dazu gehört unter anderem die Kompensation der Mehrkosten beim landwirtschaftlichen Diesel. Die Regierung will zudem Maßnahmen zur Verringerung der Energieabhängigkeit und zur Elektrifizierung der Wirtschaft fortsetzen.

Der neue Schutzschirm ist bereits das dritte größere Maßnahmenpaket der spanischen Regierung seit Beginn der Energiekrise. Die bislang beschlossenen Maßnahmen belaufen sich nach Regierungsangaben auf rund 10 Milliarden Euro.

Quellen: RTVE, El País, La Moncloa, BOE

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