Wohnungsnot in Málaga – Bewohner protestieren gegen hohe Mieten

Mehr als 30 Zelte stehen inzwischen im Zentrum der Stadt. Für Samstag ist eine weitere Demonstration angekündigt.

Wohnungsprotest Málaga
Die Plaza de la Constitucíon in Málaga. Foto: fj

Wohnungsprotest in Málaga

Die Proteste gegen die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt nehmen auch in Málaga zu. Auf der Plaza de la Constitución im Zentrum der Stadt haben Teilnehmer nach einer Kundgebung am Montag ein Protestlager eingerichtet.

Am Dienstagabend beschlossen sie, die Aktion fortzusetzen. Nach Angaben der Organisatoren stehen inzwischen mehr als 30 Zelte auf dem zentralen Platz.

Die Teilnehmer fordern unter anderem einen besseren Schutz vor Zwangsräumungen, unbefristete Mietverträge und niedrigere Mieten.

Der Protest steht im Zusammenhang mit der Räumung der Wohnung der 87-jährigen Maricarmen in Madrid, die landesweit Proteste ausgelöst hat. Auch in Sevilla und Cádiz wurden Zelte aufgestellt.

Für Samstag, den 3. Oktober, ist um 19 Uhr eine weitere Demonstration in Málaga angekündigt. Die Teilnehmer wollen damit den Druck für Maßnahmen gegen die Wohnungsnot und hohe Mieten aufrechterhalten.

Unterdessen hat die spanische Regierung am Dienstag zwei neue Wohnungsdekrete beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem ein verlängerter Schutz vor Zwangsräumungen bis 2030 sowie eine Verlängerung bestehender Mietverträge um bis zu zwei Jahre.

Ein weiteres Dekret sieht eine automatische Verlängerung von Mietverträgen vor. Beide Dekrete müssen am Freitag im spanischen Parlament gebilligt werden.

Quellen: Diario SUR, Cadena SER, Málaga HOY.

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