Ein Express-Supermarkt des französischen Handelskonzerns Carrefour übernimmt die Räume der bekannten Tetería de San Agustín im historischen Zentrum von Málaga. Damit ist ein weiteres traditionelles Geschäft aus der Stadt verschwunden.
Die Teestube hatte im Februar 2026 nach 32 Jahren geschlossen, Grund war eine Mieterhöhung durch den neuen Eigentümer der Immobilie. Die Betreiber verhandelten zunächst über den Mietpreis, fanden jedoch kein bezahlbares Alternativlokal im Zentrum.
Gegründet wurde die Tetería am 22. Dezember 1993 von Alejandro Camacho und seinem deutschen Geschäftspartner Dirk, der den Teehandel des Lokals verantwortete. Das Angebot umfasste zuletzt mehr als 150 Teesorten und rund 15 hausgemachte Kuchen.
Bárbara Vázquez, seit acht Jahren Angestellte des Lokals, erklärte gegenüber spanischen Lokalzeitungen, das Geschäftsmodell lasse eine derart hohe Miete kaum zu.
Das Mobiliar des Lokals wurde über die Plattform Wallapop verkauft, insgesamt 36 Objekte. Darunter handgefertigte Lampen für je 250 Euro, Hocker aus Binsengeflecht für 15 bis 25 Euro sowie Holzbänke für 80 bis 100 Euro.
Die Schließung löste über den Gastronomiebetrieb hinaus Reaktionen aus. Die Stadtratsfraktion Con Málaga forderte Maßnahmen gegen das Verschwinden traditioneller Geschäfte und nannte Immobilienspekulation sowie Massentourismus als Ursachen.
Die Tetería reiht sich damit in eine Reihe von Geschäftsaufgaben im historischen Zentrum Málagas ein, wo zunehmend Franchiseketten, Souvenirläden und auf Touristen ausgerichtete Brunch-Lokale ansässig werden.
Quellen: Diario SUR, Málaga HOY, Opinion de Málaga



























































