An der Playa Ferrara in Torrox-Costa ist am Dienstag der Kadaver eines Wals angespült worden. Spaziergänger entdeckten das Tier gegen 15 Uhr und alarmierten die Behörden.
Der Kadaver befand sich in einem weit fortgeschrittenen Verwesungszustand, Teile des Körpers fehlten bereits. Mitarbeiter der Gemeinde rückten mit schweren Maschinen an, um die Überreste so schnell wie möglich zu entfernen und Gesundheitsrisiken zu verhindern.
Nach Angaben der Gemeindeverwaltung, die von der Tageszeitung Diario SUR zitiert wird, wurde das Standardprotokoll für solche Vorfälle aktiviert. Die zuständige Umweltbehörde der Landesregierung wurde informiert. Die Überreste des Tiers sollen zum Recyclinghof der Gemeinde Torrox gebracht werden.
Der Meeresbiologe Juan Antonio López aus Málaga hält es nach Angaben von Diario SUR für sehr wahrscheinlich, dass es sich um einen Gemeinen Finnwal handelt. „Der Kiefer verrät es, genauso wie die Größe“, wird er zitiert.
Er schätzt die Länge des Tieres auf mindestens neun bis zehn Meter – unter Berücksichtigung des fehlenden Schwanzteils – und geht von einem Jungtier zwischen zehn und 15 Jahren aus. Sein Kollege Juan Jesús Martín teilt die Einschätzung grundsätzlich, warnt aber vor voreiligen Schlüssen: Die Fotos und der Verwesungszustand machten eine eindeutige Bestimmung schwierig.
Strandungen von Walen sind an der Küste der Axarquía selten. Das letzte vergleichbare Ereignis in Torrox liegt fast 20 Jahre zurück: Im Juli 2007 wurde dort ebenfalls ein Wal angespült. Als mögliche Ursachen nennen Experten Krankheit, Orientierungslosigkeit, Kollisionen mit Schiffen oder veränderte Meeresbedingungen.
Der fortgeschrittene Verwesungsgrad des Wals in Torrox deutet darauf hin, dass das Tier bereits seit mehreren Tagen tot war, bevor es die Küste erreichte – vermutlich von Meeresströmungen getrieben.
Der Fund zog stundenlang zahlreiche Schaulustige an den Strand. Die Gemeindeverwaltung rief dazu auf, gestrandete Tiere nicht zu berühren oder sich ihnen zu nähern, und betonte die Pflicht, die Behörden zu benachrichtigen, um eine sichere Bergung zu gewährleisten.
Quellen: Diario SUR, Axarquía Plus
























































