UD Las Palmas – FC Málaga 0:1
Der FC Málaga hat im Halbfinal-Hinspiel der Play-offs um der Aufstieg in die 1. Liga ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem leidenschaftlichen und taktisch disziplinierten 0:1-Auswärtssieg bei UD Las Palmas verschaffen sich die Andalusier eine glänzende Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Mittwoch an der Costa del Sol.
Vor stimmungsvoller Kulisse auf Gran Canaria bewiesen die Blau-Weißen Nervenstärke, Spielreife und Effizienz – und belohnten sich für eine couragierte Vorstellung.
Málaga begann, wie man es von dieser Mannschaft in den vergangenen Wochen kennt: mutig, selbstbewusst und mit klarem Plan. Von der ersten Minute an übernahmen die Gäste die Kontrolle über das Spielgeschehen, ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und setzten frühe Nadelstiche.
Bereits nach sechs Minuten hatte Chupe die erste große Möglichkeit. Nach einem Zuspiel von Außenverteidiger Rafita setzte er zu einem gefährlichen Aufsetzer an, der tückisch vor dem Tor aufsprang.
Doch Las-Palmas-Keeper Horkas reagierte glänzend und lenkte den Ball mit einer starken Parade zur Seite. Es war ein erster Fingerzeig, dass Málaga gewillt war, hier weit mehr als nur zu verteidigen.
Auch in der Folge blieben die Andalusier das aktivere Team. Immer wieder schoben sich die Außenverteidiger nach vorne, das Mittelfeld agierte wachsam in den Zweikämpfen und suchte konsequent die Tiefe.
Las Palmas hingegen beschränkte sich im ersten Durchgang weitgehend auf Konter. Nach Ballgewinnen versuchten die Hausherren, mit Tempo umzuschalten, doch die Defensive der Gäste stand aufmerksam und ließ kaum klare Abschlüsse zu.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann eine Szene mit Diskussionspotenzial: Dotor drang in den Strafraum ein und ging nach einem Kontakt zu Boden. Die Andalusier forderten vehement Elfmeter, doch die Pfeife von Schiedsrichter Andrés Fuentes blieb stumm.
Eine Entscheidung, die aus Sicht der Gäste zumindest fragwürdig erschien. So ging es torlos in die Kabinen – mit Vorteilen für Málaga.
Eiskalte Effizienz nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Las Palmas deutlich schwungvoller. Die Gastgeber kamen mit mehr Zug aus der Kabine, suchten schneller den Weg nach vorne und erhöhten den Druck auf die Hintermannschaft der Blau-Weißen.
Für einige Minuten musste Málaga sich gegen nun energisch anlaufende Kanaren behaupten. Doch genau in diese Drangphase hinein schlug das Team von Trainer Funes eiskalt zu.
Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Andalusier blitzschnell um. Chupe setzte sich im Strafraum mit etwas Glück durch und brachte den Ball zu Dani Lorenzo. Der bewahrte die Übersicht und legte geistesgegenwärtig mit der Hacke auf David Larrubia ab. Die Nummer 10 ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob aus fünf Metern souverän ein – 57. Minute, 0:1.

Der Treffer zeigte Wirkung. Wer nun ein wütendes Aufbäumen von Las Palmas erwartet hatte, sah sich getäuscht. Málaga zog sich zwar etwas weiter zurück, doch die Mannschaft von der Costa del Sol stand äußerst kompakt.
Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen stimmten, Zweikämpfe wurden konsequent geführt, zweite Bälle meist gewonnen. Las Palmas fand kaum noch Lücken, um wirklich gefährlich vor das Tor zu kommen.
Im Gegenteil: Die Blau-Weißen demonstrierten in dieser Phase eine beeindruckende Spielreife. Mit cleverem Positionsspiel und ruhigem Ballbesitz nahmen sie dem Gegner den Rhythmus. Bei Kontern boten sich sogar mehrere Gelegenheiten, das Ergebnis auszubauen.
Besonders in der Schlussphase wurde es noch einmal brenzlig für die Gastgeber. In der 89. Minute hätte Brasanac demnach alles klarmachen müssen. Nach einem schnellen Gegenstoß tauchte er aus kurzer Distanz vor Horkas auf, scheiterte jedoch am stark reagierenden Schlussmann. Das 0:2 lag in der Luft, blieb aber aus.
Am Ende spielte Málaga die verbleibenden Minuten abgeklärt herunter. Der Schlusspfiff besiegelte einen hochverdienten Auswärtssieg, der nicht nur aufgrund des Ergebnisses, sondern auch wegen der gezeigten Reife Mut für das Rückspiel macht. Der Traum vom Aufstieg lebt – und nach diesem Auftritt mehr denn je.
Die Highlights der Partie gibt es unter anderem auf dem YouTube-Kanal der LaLiga Hypermotion (weltweit) oder von DAZN Spanien zu sehen.
Rückspiel am Mittwoch bereits ausverkauft
Der FC Málaga geht jetzt mit breiter Brust in das Rückspiel in zwei Tagen im heimischen Stadion La Rosaleda. Für die Partie gibt es seit fast einer Woche keine Karten mehr – maximal noch auf dem Schwarzmarkt. Anstoß im Rosengarten ist um 21 Uhr.
Bei einem Weiterkommen würde im Finale der Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Castellón und Almería warten. Das Hinspiel in Castellón ging 1:1 Unentschieden aus.
Live übertragen werden die Spiele der LaLiga Hypermotion über diverse TV-Anbieter (Movistar Plus+, Vodafone, Orange, DIGI, etc.) sowie bei DAZN (Plan Fútbol) als Streaming-Option mit allen spanischen Zweitligaspielen inklusive.
Die aktuelle Tabelle der LaLiga Hypermotion, der zweiten Liga Spaniens, gibt es hier.

























































