FC Málaga – Racing Santander 1:2
Der FC Málaga kommt einfach nicht aus der Krise. Auch am zwölften Spieltag der Primera División blieb die Mannschaft von Trainer Funes ohne den ersehnten ersten Saisonsieg.
Gegen Racing Santander mussten sich die Blau-Weißen am Samstagnachmittag im heimischen La Rosaleda mit 1:2 geschlagen geben. Dabei hatte nach einer hart umkämpften ersten Halbzeit zunächst vieles für die Gastgeber gesprochen.
Doch ein schwacher Beginn nach der Pause und folgenschwere individuelle Fehler brachten die Andalusier erneut auf die Verliererstraße.
Die Partie begann zerfahren, mit leichten Vorteilen für die Gäste aus Kantabrien. Racing fand zunächst besser ins Spiel und tauchte immer wieder gefährlich vor dem Tor von Alfonso Herrero auf.
Doch auch der FC Málaga setzte offensive Akzente. Besonders Adrián Niño sorgte für Gefahr und versuchte sein Glück unter anderem mit einem Abschluss aus spitzem Winkel.
Nach einer knappen halben Stunde durften die knapp 28.300 Zuschauer im Rosengarten schließlich jubeln. Ein sehenswerter Angriff der Hausherren führte zur verdienten Führung.
David Larrubia brachte eine weite Flanke auf Adrián Niño, der den Ball per Kopf mustergültig für den heranstürmenden Carlos Dotor ablegte. Der Mittelfeldspieler musste aus rund zwei Metern nur noch zum viel umjubelten 1:0 einschieben (28.).
Die Führung gab den Blau-Weißen zunächst zusätzlichen Rückenwind. Allerdings blieb die Begegnung intensiv und hart umkämpft. Beide Mannschaften suchten weiterhin den Weg nach vorne und erspielten sich Möglichkeiten.
Mit dem knappen Vorsprung für die Hausherren ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Zehn Minuten reichen Racing zur Wende
Der zweite Durchgang begann zunächst vielversprechend für den FC Málaga. Adam Aznou schickte Chupe mit einem herrlichen Pass in die Tiefe, doch dessen direkter Flachschuss wurde von Gästetorhüter Julen Agirrezabala pariert.
Es sollte eine Szene mit Symbolcharakter werden, denn während die Hausherren ihre Möglichkeiten ungenutzt ließen, schlug Racing auf der Gegenseite eiskalt zu.
In der 50. Minute setzte sich der auffällige Iker Luque mit einem energischen Dribbling bis in den Strafraum durch und versenkte den Ball mit einem trockenen Schuss im langen Eck zum 1:1.
Der Ausgleich zeigte beim FC Málaga sofort Wirkung. Plötzlich fehlten die zuvor vorhandene Sicherheit und Entschlossenheit. Die Gäste übernahmen zunehmend die Kontrolle, drängten die Blau-Weißen tief in die eigene Hälfte und schnürten sie zeitweise regelrecht ein.
Nur zehn Minuten später folgte der nächste Rückschlag. Ein katastrophaler Fehlpass von Francisco Calero leitete einen Konter der Gäste ein, die ihre Überzahlsituation im Angriff geschickt ausspielten.
Der eingewechselte Pablo García scheiterte zunächst noch an Alfonso Herrero, doch den Abpraller verwertete Yassir Zabiri mühelos zum 1:2 (60.).

Als wäre der Rückstand nicht schon bitter genug, schwächte sich der FC Málaga wenig später auch noch selbst. Adam Aznou sah in der 64. Minute seine zweite Gelbe Karte und musste vorzeitig vom Platz.
Die Aufgabe für die Mannschaft von Funes wurde damit noch schwieriger.
Málaga kämpft vergeblich – Fans verlieren die Geduld
Trotz Unterzahl gaben sich die Andalusier nicht geschlagen. Die Mannschaft warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und versuchte mit großem Einsatz, wenigstens einen Punkt zu retten.
Carlos Dotor bot sich eine hervorragende Gelegenheit zum Ausgleich, doch der Mittelfeldspieler legte sich den Ball im entscheidenden Moment zu weit vor.
In der 84. Minute hatte dann Adrián Niño den Ausgleich auf dem Fuß. Málagas bester Torschütze kam in aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Agirrezabala.
Auch in der Nachspielzeit stand der Schlussmann der Gäste im Mittelpunkt. In der 92. Minute brachte Niño einen Freistoß gefährlich auf das Tor, doch Agirrezabala reagierte überragend und lenkte den Ball mit einem Reflex gerade noch über die Latte.
So blieb es beim bitteren 1:2, das die sportliche Krise des FC Málaga weiter verschärft. Nach zwölf Spieltagen stehen die Blau-Weißen mit lediglich fünf Punkten und weiterhin ohne Sieg auf dem letzten Tabellenplatz.
Nach dem Schlusspfiff entlud sich der aufgestaute Frust auf den Rängen. Teile der Anhängerschaft hatten endgültig genug und forderten lautstark den Rücktritt von Sportdirektor Loren Juarros sowie des gerichtlich eingesetzten Zwangsverwalters José María Muñoz.
Die Enttäuschung über die anhaltende sportliche Talfahrt richtet sich damit zunehmend auch gegen die Verantwortlichen des Vereins.
Für den FC Málaga werden die kommenden Wochen nicht nur sportlich zu einer enormen Bewährungsprobe.
Die Highlights der Partie gibt es unter anderem auf dem YouTube-Kanal der LaLiga EA Sports zu sehen.
Schwierige Auswärtsaufgabe in Pamplona
Nach der Länderspielpause geht es für den FC Málaga am Sonntag, dem 22. November 2026, weiter. Am 13. Spieltag der Primera División gastieren die Blau-Weißen beim CA Osasuna im Estadio El Sadar in Pamplona.
Anstoß ist um 18:30 Uhr. Gegen die heimstarken Nordspanier benötigt die Mannschaft von Funes dringend ein Erfolgserlebnis, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht vollständig zu verlieren.
In Spanien sind die Spiele des FC Málaga bei Movistar LALIGA und Orange Fútbol 1 zu sehen, während Fans in Deutschland die Spiele von LaLiga live bei DAZN verfolgen können.
Die aktuelle Tabelle der Primera División, der LaLiga EA Sports, kann hier eingesehen werden.


























































