Kunst zwischen Wissenschaft und Emotion

Die deutsch-kroatische Künstlerin Jeanne T. Leroy stellt ihre Arbeiten bis Ende April im Ausstellungssaal von La Concepción in Málaga aus

Ausstellung Botanischer Garten Málaga
Die Künstlerin bei der Eröffnung. Foto: bl

Ausstellung im Botanischen Garten in Málaga

Die Künstlerin Jeanne T. Leroy ist eine schillernde Persönlichkeit.

Ihre Lebensgeschichte – sie hat, bevor sie sich in Spanien niederließ, in England, Deutschland, Kroatien und Australien gelebt – und berufliche Laufbahn als Künstlerin, Schriftstellerin und Kunsttherapeutin sind ebenso vielseitig wie die Werke, die sie bis Ende April im Ausstellungssaal des Botanischen Gartens La Concepción zeigt.

Wie sie selbst versichert, ändert sich ihr Stil und ihre Sicht auf die  Kunst mit jeder Lebensetappe.

Im Laufe ihrer Karriere hat die Deutsch-Kroatin unterschiedlichsten Stile kultiviert – von surrealistischen Gemälden bis hin zu comicartigen Arbeiten – und die hier unter dem Titel „Micro-Macro“ ausgestellten Werke sind ein weiteres Beispiel für ihre Vielfältigkeit.

Die Exponate, darunter Zeichnungen, Gemälde und Mischtechniken, umfassen minutiöse Tierdarstellungen ebenso wie abstrakte Arbeiten die Mikrokosmen darstellen.

Reflexion über die Wahrnehmung

Wie Jeanne T. Leroy bei der Präsentation der Ausstellung erklärte, konzentriert sich ihr Interesse in letzter Zeit auf wissenschaftliche Phänomene, die sie aus einer künstlerischen Perspektive neu interpretiert.

Sie unterstreicht, dass ihre Werke nicht den Anspruch auf wissenschaftliche Exaktheit haben, sondern vielmehr eine emotionale Umsetzung des behandelten Themas sind.

Durch die Darstellung von organischen Strukturen und Makro-Darstellungen von Insekten sollen dem Betrachter alltägliche Formen und Texturen nähergebracht werden, die sich normalerweise unserer Wahrnehmung entziehen.

Die Werke sollen jedoch auch  gleichzeitig zur Reflexion über unsere Perzeption anregen.

Eine ähnliche Absicht verfolgt der dem Mikrouniversum gewidmete Teil der Ausstellung. Auch hier versucht die Künstlerin anhand von abstrakten Mischtechniken, in denen sie verschiedene Techniken anwendet und jede Art von Objets trouvés integriert, das sichtbar zu machen, was normalerweise nicht visuell erfassbar ist.

In ihren Werken verwandeln sich Zell- und Molekularstrukturen in farbenfrohe Gebilde mit starken emotionalen Komponenten, die sich zwischen Wissenschaft und Poesie bewegen.

Die Ausstellung kann bis zum 30. April, jeweils dienstags bis samstags von 9.30 bis 20.30 Uhr, im Botanischen Garten La Concepción (Camino del Jardin Botanico 3) in Málaga besucht werden.

Zudem bietet sich die Gelegenheit, diesen bezaubernden botanischen Garten kennenzulernen und dessen Mikro- und Makrokosmos zu erkunden.

Der Eintritt für den Park beträgt 5,20 Euro (3,10 Euro für Schüler, Studenten und Rentner). Nähere Informationen sind auf der Website https://laconcepcion.malaga.eu/ zu finden.

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