Spanien Migranten Regularisierung 2026
Die spanische Regierung unter Pedro Sánchez hat die größte Legalisierungsaktion seit Jahren auf den Weg gebracht. Wer seit mindestens fünf Monaten ohne gültige Papiere in Spanien lebt, kann jetzt einen Aufenthaltstitel beantragen.
Das Kabinett verabschiedete am Montag in Madrid ein Königliches Dekret, mit dem rund 500.000 Menschen ohne gültige Aufenthaltsdokumente legalisiert werden sollen. Das Dekret trat am Mittwoch, den 15. April, im spanischen Amtsblatt BOE in Kraft. Demnach können Anträge ab Donnerstag, dem 16. April, gestellt werden. Die Frist läuft bis zum 30. Juni.
Sozialministerin Elma Saiz, die auch als Regierungssprecherin fungiert, bezeichnete die Maßnahme als einen der größten Meilensteine der laufenden Legislaturperiode. Sánchez selbst sprach von einem „Akt der Normalisierung“, da die Betroffenen bereits in Spanien wohnen.
Von China aus, wo er sich zu einem Staatsbesuch aufhielt, wies er Kritik an der Maßnahme zurück: Der Schritt werde von der katholischen Kirche und den Arbeitgeberverbänden unterstützt, „weil Arbeitskräfte gebraucht werden, damit wir weiter wachsen können“, betonte er.
Voraussetzung für den Antrag auf Legalisierung in Spanien
Voraussetzung ist ein nachweislicher Aufenthalt in Spanien vor dem 1. Januar 2026 und eine ununterbrochene Anwesenheit von mindestens fünf Monaten. Auch Asylbewerber, die bis Ende Dezember 2025 einen Antrag gestellt haben, sind antragsberechtigt.
Wer vorbestraft ist oder eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstellt, ist ausgeschlossen. Alle Nachweise müssen namentlich ausgestellt und datiert sein.
Wer die Bedingungen erfüllt, erhält zunächst eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für ein Jahr, inklusive Anspruch auf Sozialversicherung und Gesundheitskarte. Nach Ablauf des ersten Jahres können Betroffene reguläre Aufenthaltstitel nach dem spanischen Ausländerrecht beantragen.
Kritik von der Oppositon in Spanien
Die konservative Volkspartei PP unter Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo kritisierte die Maßnahme als „skandalös“, die rechtsextreme Vox kündigte Widerstand und eine Kampagne gegen die Regularisierung in Spanien an.
Beamte der Einwanderungsbehörde drohten zudem mit einem Streik und beklagten fehlende finanzielle Mittel für die Abwicklung der Antragsflut.
Quellen: La Moncloa, El País, El Mundo, Euronews
























































