Beliebteste Babynamen in Spanien
Lucía und Hugo sind die beliebtesten Namen Spaniens – zumindest unter den Neugeborenen.
Laut dem kürzlich veröffentlichten Zensus des spanischen Statistikamts INE erhielten im Jahr 2023 exakt 3.076 Mädchen den Namen Lucía, 3.126 Jungen wurden Hugo genannt. Damit verdrängen sie traditionelle Namen zunehmend aus den Geburtsregistern.
Ganz anders sieht es jedoch in der Gesamtbevölkerung aus: Dort bleibt Antonio mit 603.004 Einträgen der häufigste Männername, während Maricarmen mit 624.348 Nennungen bei den Frauen führt.
Die weiteren Plätze bei den Männern belegen Manuel (534.398), José (501.731), Francisco (436.217) und David (372.358). Bei den Frauen folgen María (551.105), Carmen (340.920), Ana María (266.129) und Laura (258.829).
Kurze Namen, neue Einflüsse: Wandel in der Namenswahl
Ein Blick auf die jüngeren Generationen zeigt deutlich: Klassische Namen verlieren an Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 dominieren bei Jungen Namen wie Alejandro (125.104), Daniel (118.666) und Pablo (110.095).
Bei Mädchen sind es Lucía (144.762), Paula (115.294) und Sara (78.654). Zwar bleibt María (137.210) auch unter jungen Frauen häufig, doch der Trend ist gegenläufig.
Besonders auffällig: Spanische Eltern bevorzugen zunehmend kurze, eingängige Vornamen. Bei Jungen sind neben Hugo auch Leo (2.542), Enzo (2.062), Luca (1.394) und Izan (1.158) unter den Top-Namen. Bei Mädchen erfreuen sich Mia (1.660), Noa (1.298) und Zoe (897) großer Beliebtheit.
Komplexe oder zusammengesetzte Namen sind bei Neugeborenen seltener geworden, auch wenn sie in der Gesamtstatistik noch stark vertreten sind.
Exotische Namen und Generationenwechsel: Von Frumencio zu Anuel
Der INE-Zensus zeigt auch den Altersschnitt für jeden Namen – ein weiteres Indiz für gesellschaftliche Entwicklungen. Namen wie Acracia (86,6 Jahre) oder Fraternidad (86,1) zählen zu den ältesten Frauennamen, ebenso wie Frumencio (79,2) und Valerico (78,1) bei den Männern.
Ihnen gegenüber stehen moderne Namen wie Ayzal (0,7 Jahre), Zunaisha (1,7) oder Irha (2).
Auch kulturelle Einflüsse spielen bei der Namenswahl eine immer größere Rolle. Namen aus Serien, Filmen oder Musik – wie Arya, Khaleesi, Daenerys (für Mädchen) oder Eren, Anuel und Darell (für Jungen) – tauchen inzwischen in den offiziellen Statistiken auf. Viele dieser Namen kommen aus internationalen Medien und spiegeln den Zeitgeist einer digital vernetzten Generation wider.
Nachnamen bleiben konstant – García weiter an der Spitze
Während sich die Vornamen stetig verändern, herrscht bei den Nachnamen Stabilität. García ist mit fast 1,5 Millionen Einträgen weiterhin der häufigste Nachname Spaniens – gefolgt von Rodríguez, González, Fernández und López. Über Generationen hinweg bleiben diese Namen dank Vererbung konstant präsent.
Der vollständige Bericht des INE mit interaktiven Suchfunktionen ist hier abrufbar:Beliebteste Namen in Spanien
Quellen: El País, El Mundo, INE, 20 Minutos





















































