Die spanische Nationalpolizei hat sieben Personen festgenommen, die Fahrgäste des Cercanías-Nahverkehrsnetzes zwischen dem Flughafen Málaga und Fuengirola bestohlen haben. Die Ermittler zerschlugen dabei in zwei Einsatzphasen zwei kriminelle Gruppen, die nach demselben Muster vorgingen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Anstieg von Anzeigen, die in Modus operandi, Tatort und Zeitraum auffällig übereinstimmten.
Die Opfer waren überwiegend ausländische Touristen, die nach ihrer Ankunft am Flughafen den Nahverkehrszug nutzten, um in die Stadt Málaga oder nach Torremolinos und Fuengirola zu fahren.
Auswertungen der Überwachungskameras zeigten, wie die Täter an den Ticketautomaten der Flughafenstation vorgingen: Sie sprachen die Reisenden an, boten vermeintliche Hilfe an oder zeigten Interesse an deren Aktivitäten, um dabei unauffällig die eingegebene PIN der Bankkarte zu beobachten.
Anschließend folgten sie ihren Opfern in die Züge und nutzten das Gedränge beim Einsteigen oder im Waggon, um Geldbörsen oder Taschen zu stehlen. Mit den erbeuteten Karten begaben sie sich umgehend zu nahegelegenen Bankautomaten, wo sie Bargeld abhoben.
Die Nationalpolizei verstärkte daraufhin in Zusammenarbeit mit anderen Einheiten die Präsenz in Bahnhöfen und Zügen. In einer ersten Phase wurden fünf Männer festgenommen, die Mitglieder einer reisenden kriminellen Gruppe sind.
Sie wurden in dem Moment gefasst, als sie sich an einem Bahnhof versammeln wollten. Weitere identifizierte Mitglieder der Gruppe konnten bislang nicht gefasst werden, da sie sich ständig im ganzen Land bewegen. Die Ermittlungen dauern an.
Eine Woche später nahmen die Beamten zwei Frauen, beide 39 Jahre alt, am Bahnhof Guadalhorce fest. Sie waren gerade aus einem Zug aus Fuengirola ausgestiegen und wollten offenbar in dieselbe Richtung zurückfahren.
Bei ihrer Festnahme wurden Bargeld in Euro und Fremdwährung sichergestellt.
Quellen: Opinion de Málaga, Diario SUR, Policia Nacional























































