Corona-Inzidenzen legen zu – Winterwelle ante portas?

Experten erwarten für Spanien eine Winterwelle geringen Ausmaßes. Impfdurchbrüche werden das Infektionsgeschehen beeinflussen

Corona-Inzidenzen in Malaga
Ein Ansteckungsrisiko besteht vor allem bei direktem Kontakt zu einer infizierten Person im Umkreis von unter zwei Metern

Corona-Inzidenzen in Málaga leicht im Aufwind

Die Trendumkehr der vergangenen Woche werden durch die aktuellen Zahlen bestätigt. Während in der Provinz Málaga und auch in Andalusien nur sehr geringfügige Zunahmen bei den Corona-Inzidenzen zu verzeichnen sind, fällt der Anstieg für ganz Spanien inzwischen etwas deutlicher aus. Dass eine Winterwelle in Spanien kommen wird, schätzen Experten als sehr wahrscheinlich ein. Sie gehen indes, auch wegen der relativ hohen Impfquote in Spanien, davon aus, dass die Winterwelle im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz einen kontrollierbaren Verlauf nimmt. Allerdings sollte man sich hierzulande keineswegs in Sicherheit wiegen, da die Impfung eben nicht zu 100 Prozent schützt und Impfdurchbrüche kommen werden, so die Experten.

Für die Provinz Málaga wurden heute 58 Positivgetestete gemeldet. Am Mittwoch der Vorwoche lag die Zahl der Neuinfizierten noch bei 39. Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, ist im Vergleich zur Vorwoche von 38 auf 42 gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat die 7-Tage-Inzidenz leicht von 18 auf 19 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zugelegt.

In den Krankenhäusern der Provinz Málaga ist die Anzahl der stationären Corona-Patienten in den vergangenen sieben Tagen weiter zurückgegangen. Behandelt werden jetzt 55 Patienten (Vorwoche: 64). Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten seit dem 20. Oktober von 14 auf 12 gefallen. Der Anteil der Corona-Patienten im Verhältnis zur Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Betten beträgt jetzt 2,1 Prozent (Vorwoche: 2,4 Prozent).

Inzidenzen in den Gemeinden: Ojén bei 734, Benahavís und Casares auf 0

Für die nachstehend aufgeführten Gemeinden der Provinz Málaga wurden am heutigen Mittwoch folgende Werte für die 14-Tage-Inzidenz ermittelt: Antequera (29), Alhaurín de la Torre (36), Alhaurín El Grande (51), Coín (137), Casares (0), Manilva (61), Estepona (57), Fuengirola (30), Mijas (25), Marbella (64), Benahavís (0), Ojén (734), Torremolinos (43), Benalmádena (48), Ronda (24), Rincón del la Victoria (29), Algarrobo (15), Nerja (184), Torrox (17) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (22). In der Provinzhauptstadt Málaga liegt die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 35 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Fallzahlen in Andalusien

Für Andalusien wurden heute 262 Positivgetestete gemeldet (Vorwoche: 227). Die 14-Tage-Inzidenz hat seit dem 20. Oktober leicht von 30 auf nunmehr 33 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zugelegt. Die 7-Tage-Inzidenz ist unterdessen im gleichen Zeitraum minimal von 15 auf 15,5 je 100.000 Einwohner gestiegen.

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch an Covid-19 erkrankte Patienten in Andalusien ist diese im Sieben-Tage-Vergleich weiter von 196 auf 174 Patienten gefallen. Im gleichen Zeitraum hat auch die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Corona-Patienten von 51 auf 39 nachgegeben. Gestorben sind in der Region seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Corona-Virus 11.333 Menschen (Vorwoche: 11.311).

Leicht steigende Inzidenzen in Spanien – Winterwelle schockt Österreich

In Spanien notiert die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 49 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner (20. Oktober: 43). Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 24 (Vorwoche: 23). In der Bundesrepublik Deutschland legt die 7-Tage-Inzidenz unterdessen deutlich zu: laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) liegt diese heute bei 118 Infizierten je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 80,4). In Österreich liegt die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile schon bei 276 (20. Oktober: 196). In der Schweiz ist dieser Wert im Wochenvergleich von 76 auf 86 gestiegen.

Deutschland, Österreich und die Schweiz gelten ohne Ausnahmen aus spanischer Sicht aktuell und bis einschließlich 31. Oktober 2021 als Risikogebiete. Aus deutscher Sicht gilt Spanien momentan nicht als Risikogebiet.

Quellenangaben: Junta de Andalucía, Gobierno de España – Ministerio de Sanidad, Diario SUR, Europa Press, RKI, AGES, BAG

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1 KOMMENTAR

  1. „Dass eine Winterwelle in Spanien kommen wird, schätzen Experten als sehr wahrscheinlich ein … Allerdings sollte man sich hierzulande keineswegs in Sicherheit wiegen, da die Impfung eben nicht zu 100 Prozent schützt…“
    Geben die politisch verlesenen „Experten“ also auch endlich zu, dass von der Impfung nicht wirklich viel zu erwarten ist. Die letzte Welle hat ja eindrücklich gezeigt, dass trotz der bereits sehr hohen Impfquote die Fallzahlen nur geringfügig niedriger lagen als während der Welle im Winter, die ja nach dem Beginn der Impfkampagne um ein vielfaches höher gestiegen ist, als die erste Welle im Winter 2020.

    „Ein Ansteckungsrisiko besteht vor allem bei direktem Kontakt zu einer infizierten Person…“
    Ja, da haben Sie Recht mit der Bildunterschrift! Ein Ansteckungsrisiko besteht überhaupt nicht bei gesunden Personen. Aber vielleicht wollten Sie ja auch sagen (man beachte den Bezug):
    Ein Ansteckungsrisiko besteht bei längerem direktem Kontakt im Umkreis von zwei Metern zu einer bereits infizierten Person.

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