Spanien spart Energie: Klimaanlage runter, Schaufenster-Beleuchtung aus

Die Klimaanlage darf im Sommer in öffentlichen Gebäuden nicht unter 27 Grad Celsius und die Heizung im Winter nicht über 19 Grad Celsius eingestellt werden.

Energiesparen in Spanien
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Energiesparen in Spanien

„Die Situation ist kritisch, und das russische Gas könnte jeden Moment abgeschaltet werden“. Mit diesen Worten stellte die spanische Ministerin für ökologischen Wandel, Teresa Ribera, den neuen Energiesparplan vor, der darauf abzielt, den nationalen Verbrauch gemäß den Empfehlungen der EU um sieben Prozent zu senken. Spanien hatte sich wie andere EU-Länder dem Notfallplan zunächst widersetzt, das Vorhaben nach Zugeständnissen aber am Ende gebilligt.

Zu den dringendsten Maßnahmen gehört, dass bis mindestens November 2023 alle Gebäude des öffentlichen Sektors, aber auch Kaufhäuser, kulturelle Einrichtungen, Hotels, Bahnhöfe und Flughäfen ihre Räumlichkeiten im Sommer auf nicht weniger als 27 Grad abkühlen und im Winter auf höchstens 19 Grad beheizen dürfen. Ribera wies darauf hin, dass Thermometer installiert würden, um die Einhaltung der Maßnahme zu überprüfen.

Wie bereits in Frankreich und Deutschland müssen Geschäfte ab 22 Uhr die Beleuchtung ihrer Schaufenster ausschalten. Diese Maßnahme gilt auch für nicht benutzte Büros, sowie für Schaufenster und Denkmäler.

Eine weitere Maßnahme, die sich an die bereits in Frankreich geltenden Bestimmungen anlehnt, besteht darin, dass die Türen der Gebäude geschlossen bleiben müssen, wenn Klimaanlagen und Heizungen in Betrieb sind. In diesem Fall werden zwei Monate für die Umsetzung eingeräumt, und alle Gebäude müssen bis zum 30. September mit einem Türschließsystem ausgestattet sein.

Zu guter Letzt forderte die Ministerin die spanischen Unternehmen auf, die Mitarbeiter wie schon während der Coronakrise zum Arbeiten im Home-Office zu ermutigen, um Fahrten zur Arbeit und den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden einzusparen.

Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Kabinettssitzung machte Ribera deutlich, dass „dieses erste Paket von Spar- und Effizienzmaßnahmen unbedingt vor September in Angriff genommen werden muss“. Die Kontrolle der Maßnahmen liegt bei den autonomen Regionen.

Teresa Rivera appellierte an den individuellen Beitrag, den jeder Bürger zum Energiesparen leisten kann, machte aber noch einmal klar: „Das spanische Volk wird in diesem Winter nicht frieren.“

Quellen: El Mundo, El País, Diario SUR, La Moncloa.

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