So viel verdienen Kellner und Köche in Spanien

Der Durchschnittslohn eines Kellners liegt bei knapp 18.000 Euro brutto jährlich, und der eines Kochs bei 19.500 Euro, so ein neuer Bericht der Personalvermittlung Adecco.

Gehälter von Kellnern in Spanien

Gehälter von Kellnern in Spanien

Der Costa del Sol gehen ebenso wie in anderen Teilen Spaniens die Mitarbeiter in Hotels und der Gastronomie aus. Insbesondere Kellner und Köche sind sehr gefragt. Der Personalmangel liegt auch an der mangelnden Bereitschaft vieler Arbeitgeber, mehr Geld zu bezahlen.

Dazu hat das Personalvermittlungsunternehmen Adecco in einem kürzlich veröffentlichten Gehaltsleitfaden gezeigt, dass der Durchschnittsverdienst von Arbeitnehmern im  Gaststättengewerbe, trotz des Personalmangels, auf dem Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie verharrt.

Nach Angaben von Adecco verdient ein Kellner in Spanien durchschnittlich 17.670 Euro brutto pro Jahr, was bei 14 Zahlungen (Gehalt inkl. zwei Extrazahlungen) etwa 1.262 Euro brutto und 1.060 Euro netto für einen Arbeitnehmer mit einem unbefristeten Vertrag und ohne Kinder entspricht.

Köche, eine weitere der besonders gefragten Gruppen, haben ein durchschnittliches Gehalt von 19.550 Euro brutto pro Jahr, was netto etwa 1.147 Euro pro Monat bei 14 Gehältern entspricht. Innerhalb des Hotel- und Gaststättengewerbes ist das bestbezahlte Profil das des leitenden Kochs mit einem Durchschnittsgehalt von 31.900 Euro brutto pro Jahr, gefolgt von Verkaufsleitern, die durchschnittlich 28.500 Euro pro Jahr verdienen.

Laut Adecco ist das Problem des Personalmangels zum Teil darauf zurückzuführen, dass sich einige der Fachkräfte, die vor der Pandemie in diesem Beruf tätig waren, “für eine Umschulung entschieden haben und nun in anderen Branchen mit besseren Arbeitsbedingungen arbeiten”. Dieser Mangel an Bewerbern hängt auch mit der rückläufigen Tendenz bei der Verfügbarkeit von Saisonarbeitern in Spanien seit dem Beginn der Pandemie zusammen.

Schließlich ist es insbesondere in Hotel- und Gastronomiebetrieben nicht unüblich, dass viele Mitarbeiter mit Verträgen ausgestattet werden, die nur einem Teil der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit entsprechen. Der Rest wird vom Arbeitgeber dann meist “schwarz” gezahlt. Die entsprechenden Fehlzeiten in der Statistik der Seguridad Social führen dann beim Bezug von Arbeitslosengeld oder Rentenzahlungen zu teils erheblichen Abschlägen.

Quellen: Diario SUR, Adecco.

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