„Assistenzhunde sind wertvolle Begleiter“
Als Deutschlands erste anerkannte Sachverständige für Assistenzhunde (BDSF e. V.) ist Katharina Küsters eine kompetente Ansprechpartnerin rund um das Thema Assistenzhunde und Assistenzhunde-Teams.
Darüber hat sie als Autorin in diesem Fachbereich mehrere Bücher verfasst und wurde vor kurzem vom Ravensburger MDL-Magazin als ‚Autor des Jahres 2025‘ ausgezeichnet.
Katharina Küsters ist 1977 im Bergischen Land in der Nähe von Köln geboren und aufgewachsen. Seit 2025 lebt und arbeitet sie in den Montes de Málaga.
Was die Hundeliebhaberin zum Umzug in das Hinterland der Costa del Sol bewegt hat? „Ich habe Teile meiner Kindheit in der Provinz Alicante verbracht und immer gesagt, dass ich eines Tages nach Spanien zurückkehren möchte. Letztes Jahr im April ergab sich dann die Möglichkeit, ein Haus in Colmenar zu mieten – seitdem lebe ich nun fest hier und arbeite auch von hier aus“, erzählt die Deutsche.
Komplexe Fragen rund um Assistenzhundeteams
Als Assistenzhunde-Sachverständige arbeitet Katharina Küsters vor allem als unabhängige Expertin für Kostenträger, Gerichte und in komplexen Fragestellungen rund um Assistenzhundeteams – „etwa bei Streitigkeiten zwischen Ausbildungsstätten und Menschen mit Behinderung“.
Ferner obliegt ihr die Prüfung von Assistenzhundeteams am Ende der Ausbildung und die fachliche Einordnung der Ausbildungsstände.
„Parallel dazu habe ich die AssistaNova Academy gegründet, in der ich theoretisches Wissen zur (Assistenz-)Hundeausbildung vermittle“, erläutert die Sachverständige, die auch Fachbücher, Workbooks und eine Kinderbuchreihe schreibt, die Assistenzhundearbeit altersgerecht erklärt und dabei eine realistische und verantwortungsvolle Darstellung dieser Arbeit vermittelt.
Vorurteile abbauen und Verständnis für Aufgaben eines Assistenzhundes schaffen
Den Kindern möchte sie mit ihren Büchern aufzeigen, „dass Assistenzhunde wertvolle Begleiter sind, und dass es selbstverständlich ist, mit einer Behinderung und einem Assistenzhund zu leben“. Gleichzeitig geht es ihr darum, Vorurteile abzubauen und „früh ein Verständnis für Verantwortung, Rücksichtnahme und die tatsächlichen Aufgaben eines Assistenzhundes zu schaffen.“
Der Arbeitsalltag von Katharina Küsters ist überwiegend digital geprägt. Sie führt Beratungen telefonisch oder online durch und arbeite an Gutachten, Stellungnahmen, Buchprojekten und Kursinhalten für die Online-Akademie.
Für Begutachtungen und Prüfungen vor Ort ist die Hundefachfrau regelmäßig sowohl in Spanien als auch international unterwegs. „Im vergangenen Jahr habe ich Teams begleitet, die in verschiedenen europäischen und anderen Ländern leben“, sagt sie.
Nach einem Studium im Sozial- und Qualitätsmanagement mit den Schwerpunkten Recht, Sozialmedizin und Psychologie stieg Katharina Küsters 2007 in den Bereich Assistenzhunde ein.
„Zu jener Zeit gab es in Deutschland noch kaum strukturierte Ausbildungen in diesem Fachbereich. Mein Wissen habe ich mir zunächst international aufgebaut, im Austausch mit Ausbildern weltweit, insbesondere in den USA und Asien“, erklärt die 49-jährige. Später folgten Fortbildungen in Bereichen wie Sachverständigenwesen, Behinderungsbilder, Angehörigenarbeit und Hundeausbildung.
„Über 550 begleitete Mensch-Hund-Teams haben meine praktische Erfahrung geprägt – und ich lerne bis heute mit jedem einzelnen Fall weiter“, erzählt die hundeaffine Deutsche, die sich an der Costa del Sol sowohl privat als auch beruflich wohlfühlt.
„Die Kombination aus Ruhe, Struktur und internationaler Anbindung passt sehr gut zu meiner Arbeit als Sachverständige“, erläutert sie die Vorteile ihrer Arbeit in der ländlichen Umgebung der Montes de Málaga.
Die Frage ob Katharina Küsters auch selbst Hundehalterin ist erübrigt sich im Grunde. „Nach vielen Jahren, in denen ich mit 15 bis 20 Hunden zusammengelebt habe, lebt aktuell noch meine 9-jährige Labradorhündin Layla bei mir. Lisbeth, meine 14,5-jährige Beagle-Oma, musste ich leider schweren Herzens vor kurzem einschläfern lassen.“
Abschließend möchten wir noch wissen ob die Hundespezialistin ausschließlich für Ämter, Anwälte und Fachstellen tätig ist oder ob sich auch Assistenzhunde-Besitzer an sie wenden können.
„Selbstverständlich“, bejaht Katharina Küsters. „Es können sich auch Assistenzhundeteams oder Hundehalter direkt an mich wenden, insbesondere wenn es um fachliche Einschätzungen, Beratungen oder Zweitmeinungen geht“.
























































