Immobilienpreise Costa del Sol
Die Immobilienpreise in der Provinz Málaga kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Laut dem aktuellen Bericht „Municipios Relevantes“ des Bewertungsunternehmens Tinsa für Dezember 2025 verzeichnete fast die Hälfte aller untersuchten Gemeinden in Spanien Preissteigerungen von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Tinsa analysiert in seiner Studie 84 sogenannte relevante Gemeinden außerhalb der großen Provinzhauptstädte.
Das Ergebnis ist eindeutig: 38 von ihnen lagen bei den Preissteigerungen über zehn Prozent, und in einer Gruppe von besonders stark betroffenen Gemeinden stiegen die Preise sogar um mehr als 15 Prozent nominal.
Dazu gehört Vélez-Málaga mit Torre del Mar – in einer Reihe mit Benidorm, Jerez de la Frontera und Torrevieja.
Haupttreiber sind laut Tinsa der Tourismus und der Druck der Ballungsräume.
Marbella gehört zur Spitzengruppe
Der nationale Durchschnittspreis liegt bei 2.091 Euro pro Quadratmeter – doch in 60 Prozent der untersuchten Gemeinden wird dieser Wert übertroffen.
Marbella gehört zur Spitzengruppe mit Preisen von über 3.000 Euro pro Quadratmeter, auf einem Niveau mit den teuersten Stadtteilen von Madrid und Barcelona.
Nur fünf Küstenorte Spaniens (Marbella, Benidorm, Vigo, Gijón und Getxo) sind teurer als die jeweilige Provinzhauptstadt.
Besonders alarmierend sind die Zahlen zum sogenannten Kaufkraftaufwand: Gemeint ist der Anteil des Haushaltseinkommens, der für eine Immobilienfinanzierung aufgewendet werden muss. Als vertretbar gilt ein Wert von 35 Prozent.
Doch 26 Prozent der untersuchten Gemeinden liegen bereits darüber. Marbella führt das Ranking mit einem Wert von 76 Prozent an – das heißt, eine durchschnittliche Familie müsste drei Viertel ihres Einkommens für die Finanzierung aufwenden.
Benidorm und Torrevieja folgen mit je 63 Prozent, Vélez-Málaga liegt bei 54 Prozent. Das sind Werte, die den Immobilienkauf für die ansässige Bevölkerung faktisch unerreichbar machen.
Tinsa schlussfolgert, dass der Preisanstieg in ganz Spanien spürbar ist, die Lage in touristischen Hotspots wie der Costa del Sol aber besonders kritisch bleibt. Internationale Nachfrage, Investitionskapital und ein mangelndes Angebot treiben die Preise weiter nach oben.
Quellen: Tinsa, SER Málaga, El Economista























































