Impfungen in Spanien nehmen Fahrt auf

Während der Feiertage wurden innerhalb von drei Tagen 513.000 Dosen injiziert. Spanisches Militär hilft bei der Verteilung.

Impfungen in Spanien
Mitglieder des spanischen Militärs wurden bei der Übergabe von AstraZeneca-Impfstoffen in der spanischen Exklave Melilla eingesetzt.

Über die Feiertage wurde ein Impfrekord gebrochen

Die Impfungen in Spanien nehmen seit Anfang April Fahrt auf. Von Mittwoch bis Samstag haben die autonomen Regionen zusammen mehr als 500.000 Dosen gespritzt und damit den bisherigen Impfrekord im Land gebrochen. Das Ziel, dass 70 Prozent der Bevölkerung im Sommer geimpft sind, bleibt schwierig, aber „die Ankunft von mehr Impfstoffen lässt zumindest hoffen“, so Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Darias. Hilfreich sind dabei die Lieferungen von Astra Zeneca (1,2 Millionen Dosen) vom Samstag und die 1,2 Millionen Dosen von Pfizer/Biontech, die für diesen Montag zugesagt sind.

Laut dem aktuellen Impfbericht, den das spanische Gesundheitsministerium regelmäßig veröffentlicht, haben 5,3 Millionen Spanier die erste Dosis erhalten. 2,8 Millionen sind bereits mit 2 Dosen geimpft und immun.

Bei der Verteilung der Impfdosen, die von der Europäischen Union für Spanien in Madrid ankamen, arbeitete auch das spanische Militär mit und transportierte in seinen Flugzeugen  Impfstoffe zu den Balearen, den Kanarischen Inseln, Ceuta und Melilla. Die Lieferungen in die autonomen Regionen auf dem Festland, darunter auch Andalusien, erfolgten auf dem Landweg.

Impfungen in Spanien
Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Darias begleitet den Versand der Impfdosen von Madrid aus in die autonomen Regionen.

Der größte Anstieg bei den Geimpften ist in der Gruppe der älteren Menschen zu verzeichnen. Hatten am Mittwoch im Landesdurchschnitt nur 70,8 Prozent der über 80-Jährigen die erste Dosis erhalten und nur 40,2 Prozent beide Dosen, waren es an diesem Samstag 77,2 Prozent bzw. 44 Prozent.

Andalusien führt dabei innerhalb Spaniens die Rangliste der Geimpften über 80 Jahre an und ist zusammen mit Extremadura eine der wenigen Regionen, die das von Spanien und Europa gesetzte Ziel, 80 Prozent dieser Altersgruppe bis Ende März zu impfen, übertroffen hat. Das liegt unter anderem daran, dass hier auch über die Osterfeiertage gearbeitet wurde. In vielen andalusischen Gemeinden fahren dabei die Personen, die einen Termin erhalten haben, mit dem Auto zum Impfzentrum vor und werden nach einer Identifizierung direkt im Auto geimpft. So kann alle 30 Sekunden eine Dosis verabreicht werden.

Hinzu kommt ein Umdenken in vielen Gemeinden, die es bisher vorgezogen hatten, Impfstoffe in der Tiefkühltruhe aufzubewahren, weil die Gefahr bestand, wegen Produktionsproblemen nicht genügend Dosen zu bekommen. Die Devise lautet im Moment, alle verfügbaren Dosen einzusetzen. „Das Erreichen von 70 Prozent geimpften Personen im Sommer liegt in unserer Hand“, sagte Ministerin Carolina Darias. Sie kündigte außerdem eine erste Lieferung des Janssen-Impfstoffs von Johnson & Johnson an, der Mitte April mit etwa 300.000 Dosen nach Spanien geliefert werden soll. Der Vorteil hier: Es muss nur einmal geimpft werden.

Quellen: El Pais, Ministerio de Sanidad, Junta de Andalucia.

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