Spanien investiert 25 Millionen Euro in Ausbildung unbegleiteter minderjähriger Migranten

Spanien Migranten Ausbildung
Arbeitsministerin Yolanda Díaz. Foto: La Moncloa.

Das spanische Arbeitsministerium unter Yolanda Díaz will nach eigenen Angaben 25 Millionen Euro in ein landesweites Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramm für unbegleitete minderjährige Migranten investieren.

Das Geld stammt aus dem Budget der staatlichen Arbeitsvermittlungsbehörde SEPE und soll tausend ausländischen Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren Zugang zu Ausbildung, Arbeitserfahrung und einer beruflichen Perspektive verschaffen.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen durchgeführt, die auf die Arbeit mit Migranten spezialisiert sind. Es gliedert sich in zwei Phasen: Zunächst erhalten die Teilnehmer eine theoretische Ausbildung, anschließend folgt ein dualer Ausbildungsvertrag, der Lernen und praktische Arbeit verbindet.

Ziel ist es, den Jugendlichen Berufe mit echten Arbeitsmarktchancen zu vermitteln.

Díaz ordnete das Programm in einen größeren politischen Zusammenhang ein: „In Kürze werden wir das Regularisierungsverfahren für Migranten in Spanien genehmigen. Aus dem Ministerium werden wir diesen Prozess mit drei Projekten begleiten, die Chancen bieten und die soziale und berufliche Integration fördern.“

Die umstrittene Regularisierung soll nach Angaben der spanischen Regierung mehr als 500.000 Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere einen legalen Status ermöglichen. Der entsprechende Erlass war Ende Januar vom Ministerrat auf den Weg gebracht worden, steht aber noch aus.

Parallel dazu plant das Ministerium zwei weitere Programme mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro: je ein Pilotprojekt für die Baubranche und die Metallindustrie, jeweils in Zusammenarbeit mit den zuständigen Branchenstiftungen, in denen auch die Sozialpartner vertreten sind.

Beide Programme sollen Migranten dabei helfen, sich für Berufe zu qualifizieren oder umzuschulen, die als besonders gefragt gelten. „Bau und Metall haben ein großes Potenzial, Arbeitskräfte aufzunehmen und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beizutragen“, sagte Díaz.

Quelle: Ministerio de Trabajo y Economía Social 

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