Aktuelle Wasserreserven in Málaga
Die Stauseen der Provinz Málaga verfügen im Herbst über deutlich mehr Wasservorräte als vor einem Jahr.
Nach Angaben des hydrologischen Mess- und Informationsnetzes Hidrosur speicherten die sieben erfassten Stauseen am 20. Oktober insgesamt rund 473 Kubikhektometer Wasser. Das waren etwa 191 Kubikhektometer mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, als die Reserven bei rund 282 Kubikhektometern lagen.
Die Reserven sind allerdings regional unterschiedlich verteilt. Zudem erfüllen die Stauseen unterschiedliche Aufgaben: Sie dienen der Trinkwasserversorgung, der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen und teilweise auch dem Hochwasserschutz.
Guadalteba und El Limonero besonders gut gefüllt
Nach den aktuellen Hidrosur-Daten war der Stausee El Limonero in Málaga-Stadt am 20. Oktober zu 98,7 Prozent gefüllt. Guadalteba erreichte 93,4 Prozent seiner Kapazität.
Der Stausee Guadalteba gehört zusammen mit Guadalhorce und Conde de Guadalhorce zum Stauseeverbund im Einzugsgebiet des Guadalhorce. Das gespeicherte Wasser dient unter anderem der Versorgung der Stadt Málaga und der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen im Guadalhorce-Tal.
Der Stausee Guadalhorce war zu 82,9 Prozent gefüllt. Der Conde de Guadalhorce erreichte 59,3 Prozent seiner Kapazität. Auch diese beiden Speicher sind Teil des Wasserversorgungssystems für Málaga.
La Viñuela versorgt die Axarquía
Der Stausee La Viñuela speicherte am 19. Oktober rund 137,9 Kubikhektometer Wasser. Das entsprach etwa 83,9 Prozent seiner Kapazität.
Er ist ein zentraler Bestandteil der Wasserversorgung in der Axarquía östlich von Málaga und liefert Wasser für die Region sowie für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen.
La Concepción, der Stausee bei Istán, war zu rund 49,3 Prozent gefüllt. Er ist eine wichtige Wasserreserve für die westliche Costa del Sol. Zu seinem Versorgungsgebiet gehören unter anderem Marbella, Estepona, Fuengirola und Mijas.
Casasola und El Limonero dienen auch dem Hochwasserschutz
Eine besondere Funktion haben die Stauseen Casasola und El Limonero. Beide dienen nicht nur der Wasserversorgung, sondern auch dem Schutz vor Überschwemmungen.
Casasola liegt am Fluss Campanillas und kann bei starken Niederschlägen dazu beitragen, Hochwasserspitzen abzufangen. Am 19. Oktober waren dort rund 7,2 Kubikhektometer Wasser gespeichert. Das entsprach etwa 33 Prozent der ausgewiesenen Gesamtkapazität.
Für diesen Stausee gelten je nach Jahreszeit unterschiedliche reguläre Füllstände. Zusätzlich muss ein Sicherheitsvolumen für den Hochwasserschutz freigehalten werden.
Auch El Limonero am Guadalmedina erfüllt eine Schutzfunktion für Málaga-Stadt. Sein regulärer Betriebsfüllstand ist deshalb nicht mit seiner gesamten baulichen Kapazität gleichzusetzen. Das erklärt, warum ein hoher Füllstand nicht automatisch bedeutet, dass der Stausee bis an seine maximale Kapazität gefüllt werden darf.
Regenfälle füllen die Stauseen nicht automatisch
Die jüngsten Niederschläge in der Provinz Málaga haben die Wasserreserven nicht überall erhöht. Entscheidend ist, wo der Regen fällt und wie viel Wasser tatsächlich in die Einzugsgebiete der Stauseen gelangt.
Besonders starke Niederschläge an der Küste und im Stadtgebiet von Málaga führen nicht zwangsläufig zu höheren Pegeln in den weiter im Landesinneren gelegenen Stauseen.
Dort hängt der Zufluss davon ab, wie viel Regen in den jeweiligen Einzugsgebieten fällt und wie viel Wasser über Bäche und Flüsse tatsächlich in die Speicher gelangt.
Quellen: El Español, Boletín Hidrológico Semanal; Junta de Andalucía,Opinion de Málaga



























































