Tempokontrollen in Andalusien
Die spanische Verkehrsbehörde DGT (Dirección General de Tráfico) kontrolliert seit Montag auf allen Straßen Spaniens gezielt die Geschwindigkeit – und das noch bis einschließlich Sonntag, den 19. April. Auch in Andalusien und an der Costa del Sol ist die Polizei verstärkt im Einsatz.
Landesweit intensivieren Beamte der Verkehrseinheit der Guardia Civil gemeinsam mit den Lokalpolizeien die Kontrollen auf Autobahnen, Land- und Ortsstraßen – mit Radargeräten, mobilen Einheiten und Luftüberwachung durch DGT-Hubschrauber.
Fast die Hälfte der Autofahrer fährt in Städten zu schnell
Zu schnelles Fahren ist in Spanien der dritthäufigste Faktor bei Verkehrsunfällen. 2024 war überhöhte Geschwindigkeit bei 307 tödlichen Unfällen entscheidend beteiligt – 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr mit 291 Fällen.
Laut DGT ist überhöhte Geschwindigkeit in mehr als 20 Prozent aller tödlichen Unfälle im Spiel. Die andalusische Landesregierung nennt für die Region einen Anteil von rund 30 Prozent.
Nach Angaben der DGT besonders ernüchternd: In freier Fahrt ohne Verkehrsdruck überschreiten rund 60 Prozent der Fahrer auf Landstraßen das Tempolimit, fast die Hälfte tut es im Stadtgebiet, auf Autobahnen sind es knapp unter 40 Prozent.
Bei der letzten vergleichbaren Kontrollwoche in Andalusien im August 2025 wurden laut Daten der Regierungsvertretung 275.340 Fahrzeuge erfasst. 30.175 Fahrer – knapp elf Prozent – bekamen eine Anzeige. Die meisten Verstöße entfielen auf Autobahnen (63 Prozent der Anzeigen), gefolgt von Landstraßen (37 Prozent).
Die Aktion ist Teil eines europaweiten Programms des Verkehrspolizei-Netzwerks RoadPol, an dem alle Mitgliedsstaaten gleichzeitig teilnehmen.
Quellen: DGT, Málaga Hoy
























































„Die meisten Verstöße entfielen auf Autobahnen (63 Prozent der Anzeigen), gefolgt von Landstraßen (37 Prozent).“
Macht zusammen exakt 100%. Hat in den Ortschaften niemand kontrolliert? Das wäre fatal.