Andalusien wirbt in Japan für Tourismus und Investitionen

Tourismus Andalusien Japan

Andalusiens Regierungschef Juan Manuel Moreno ist zu Wochenbeginn zu einer offiziellen Reise nach Japan aufgebrochen, mit einem klaren Ziel: Mehr Touristen und Investoren für die südspanische Region zu gewinnen.

Auftakt der Reise war Tokio, wo Moreno unter anderem die Niederlassung des Unternehmens Cosentino aus Almería besuchte – ein Aushängeschild andalusischer Industrie mit 6.000 Mitarbeitern weltweit.

Begleitet wird Moreno von drei Ministern sowie Vertretern andalusischer Wirtschaftsverbände. Höhepunkt der Reise ist die Teilnahme am „Tag Andalusiens“ auf der Weltausstellung in Osaka am kommenden Freitag, den 1. August.

Dort will das Land seine kulturelle Strahlkraft unter Beweis stellen – und dabei auch als Wirtschaftsstandort punkten.

Ein besonderer Fokus liegt auf Gesprächen mit japanischen Großunternehmen wie Mitsui, Fujitsu oder NTT Data, die bereits in Andalusien investieren oder künftig Interesse zeigen könnten.

Mit der Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike, ist ein Abkommen zur institutionellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit geplant – inklusive Einladung nach Andalusien.

Ein weiteres Ziel: Den japanischen Tourismus anzukurbeln. Obwohl es aktuell keine Direktverbindung zwischen Japan und Andalusien gibt, ist das Interesse der Japaner groß – sie bleiben im Schnitt zehn Tage und gelten als kaufkräftig.

Die andalusische Regierung will daher mit japanischen Airlines über eine neue Direktverbindung verhandeln.

Auch wirtschaftlich verspricht sich Moreno einiges: Die Strategie, gezielt asiatische Märkte zu erschließen, habe sich bereits mit China ausgezahlt – dort stiegen die Exporte um 16 Prozent. Mit Japan soll nun ein weiterer Ausgleichsmarkt zum instabilen US-Handel entstehen, vor allem für Exportschlager wie Olivenöl.

Bis zum 2. August stehen weitere Gespräche mit der Handelsbehörde JETRO sowie Besuche bi Hitachi Energy und einem Technologiepark in Kyoto auf dem Programm.

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