Tausende Briefe und Benachrichtigungen bleiben in Marbella liegen

Gewerkschaften machen Personalmangel für mehr als 8.000 nicht zugestellte Sendungen verantwortlich

Briefe nicht zugestellt Marbella

Briefe werden in Marbella nicht zugestellt

Die Zustellung von Briefen und wichtigen Benachrichtigungen ist in Marbella derzeit erheblich beeinträchtigt. Nach Angaben der spanischen Gewerkschaft CCOO haben sich in der Zustelleinheit von Correos mehr als 4.000 normale Sendungen und mehr als 4.000 Benachrichtigungen angesammelt.

Die Gewerkschaft macht vor allem den Personalmangel sowie nicht besetzte Urlaubs- und Krankheitsvertretungen dafür verantwortlich. Besonders problematisch ist die Situation im morgendlichen Zustelldienst.

Dort seien zuletzt sieben von acht Urlaubsvertretungen nicht besetzt gewesen. Hinzu komme mindestens eine längerfristige Krankheitsvertretung. Im Nachmittagsdienst seien zeitweise fast 30 Prozent der Stellen unbesetzt gewesen.

Auch Schreiben von Behörden und Gerichten

Unter den liegen gebliebenen Benachrichtigungen befinden sich nach Angaben von CCOO unter anderem Schreiben von Behörden und Gerichten, Aufforderungen mit Fristen, Arzttermine sowie Bescheide über Sozialleistungen.

Die Gewerkschaft warnt davor, dass verspätete Zustellungen für Bürger und Unternehmen problematisch werden können, wenn dadurch wichtige Fristen versäumt werden.

Die verbleibenden Briefträger müssten zusätzliche Zustellbezirke übernehmen. Andere Sendungen blieben in der Zustelleinheit liegen. CCOO spricht von einer zunehmenden Überlastung der Mitarbeiter.

Die beiden spanischen Gewerkschaften CCOO und CSIF haben deshalb Protestaktionen vor der Correos-Niederlassung an der Calle Jacinto Benavente begonnen. CCOO fordert unter anderem die vollständige Abdeckung von Urlaub, Krankheit und anderen Abwesenheiten.

Außerdem verlangt die Gewerkschaft zusätzliches Personal, das sich am tatsächlichen Arbeitsaufkommen orientiert, sowie einen Plan zum Abbau der Rückstände.

Das Problem ist nicht neu. Bereits im Juli 2025 hatte CSIF vor erheblichen Rückständen bei Correos in Marbella gewarnt. Damals waren nach Angaben der Gewerkschaft 5.000 normale Sendungen und 3.000 Benachrichtigungen in der Zustelleinheit nicht verteilt worden.

Quellen: Cadena SER, Málaga HOY, COPE Marbella, CCOO, CSIF.

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