Marbella rüstet gegen die Algenplage auf: Sechs Millionen Euro für saubere Strände

Neue Maschinen und Spezialfahrzeuge sollen helfen, die Strände schneller von angespülten Algen zu befreien.

Algenplage Marbella
Foto: Ayuntamiento de Marbella

Algenplage in Marbella

Marbella verstärkt den Kampf gegen die invasive asiatische Alge Rugulopteryx okamurae und investiert dafür sechs Millionen Euro in einen neuen Maschinenpark.

Die Stadt hat dazu einen Vertrag über die Anmietung von Spezialmaschinen und Fahrzeugen samt Fahrern ausgeschrieben. Insgesamt umfasst das Angebot bis zu 57 verschiedene Maschinentypen, mit denen die kommunalen Dienste künftig flexibler und schneller auf unterschiedliche Einsätze reagieren sollen.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren und ein jährliches Budget von 1,5 Millionen Euro. Die Angebotsfrist für interessierte Unternehmen läuft bis zum 27. November.

Invasive Algen breiten sich aus

Die Maschinen sollen vor allem bei der Beseitigung der invasiven Algen eingesetzt werden, die sich an der Küste der Provinz Málaga zunehmend ausbreiten. Darüber hinaus umfasst der Auftrag die Neuprofilierung, Wiederherstellung und Instandhaltung der Strände sowie die Reinigung von 21 Bachläufen und vier Flüssen im Gemeindegebiet.

Auch nach Unwettern sollen die Maschinen zum Einsatz kommen. Sie ermöglichen es, angespülten Sand umzuverteilen, Unebenheiten auszugleichen und beschädigte Strandabschnitte wiederherzustellen.

Nach Stürmen und starken Regenfällen können sie außerdem bei Erdrutschen, beschädigten Böschungen und anderen Schäden eingesetzt werden. Ziel ist es, die Strände möglichst schnell wieder zugänglich und sicher zu machen.

Zum ausgeschriebenen Maschinenpark gehören unter anderem große Radlader, Bagger, leistungsstarke Traktoren mit Allradantrieb und Muldenkipper. Hinzu kommen kleinere Kompaktlader und Minibagger, die auch an schwer zugänglichen Stellen arbeiten können.

Spezielle Strandreinigungsmaschinen sollen den Sand sieben und von organischem Material befreien. Für weitere Reinigungsarbeiten sind zudem Tankwagen und zusätzliche Transportfahrzeuge vorgesehen.

Die Stadtverwaltung bezeichnet den neuen Vertrag als „wichtiges Instrument für Prävention, Instandhaltung und Sicherheit“. Er soll nicht nur die regelmäßigen Reinigungsarbeiten erleichtern, sondern auch die Reaktionsfähigkeit bei außergewöhnlichen Ereignissen verbessern.

Die neue Vereinbarung ersetzt einen inzwischen ausgelaufenen Vertrag. Sie soll die technischen Möglichkeiten der Stadt erweitern, um die mehr als 27 Kilometer lange Küste von Marbella und San Pedro das ganze Jahr über besser zu pflegen.

Quellen: Ayuntamiento de Marbella, Opinion de Málaga, Diario SUR

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