Andalusien entdecken: Der Guía Repsol empfiehlt diese acht Ausflugsziele

Vom Caminito del Rey bis zum Castillo de Almodóvar — diese Ziele lohnen sich laut dem spanischen Reiseführer besonders

Filme in Andalusien
Die Burg in Almodóvar del Río in der Provinz Córdoba.

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Andalusien steckt voller versteckter Ecken, die sich ab Málaga für einen Tagesausflug oder ein Wochenende lohnen. Die Region bietet abwechslungsreiche Landschaften, reichhaltige Kultur und eine Vielzahl von Aktivitäten.

Der spanische Reiseführer Guía Repsol hat acht Ziele zusammengestellt, die Andalusien von seiner vielfältigsten Seite zeigen — von unterirdischen Grotten bis zu mittelalterlichen Burgen.

Diese Ziele sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern bieten auch Einblicke in die reiche Geschichte und die Traditionen der Region, die bis in die maurische Zeit zurückreichen.

Caminito del Rey in Málaga

Ganz oben auf der Liste des Reiseführers steht der bekannte Caminito del Rey in der Provinz Málaga. Der rund drei Kilometer lange Wanderweg verläuft auf Holzstegen bis zu hundert Meter über dem Fluss Guadalhorce, zwischen dem Ort Ardales und El Chorro.

Das Caminito del Rey ist nicht nur ein Wanderweg, sondern auch ein Ort voller Abenteuer und atemberaubender Ausblicke. Der Weg wurde in den letzten Jahren renoviert und gilt heute als einer der spektakulärsten Wanderwege der Welt.

Eine Reservierung vorab ist Pflicht, der Eintritt kostet zehn Euro, mit Führung 18 Euro.

Sierra Mágina in Jaén

In der Provinz Jaén empfiehlt der spanische Reiseführer den Naturpark Sierra Mágina, knapp eine halbe Stunde von der Provinzhauptstadt Jaén entfernt.

Die Sierra Mágina ist nicht nur für Naturliebhaber ein Paradies, sondern auch für diejenigen, die die lokale Flora und Fauna hautnah erleben möchten. Über 200 Vogelarten sind hier beheimatet, darunter der majestätische Steinadler.

Wanderwege führen durch die Olivenhaine, und es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Vogelbeobachten und Fotografieren in dieser unberührten Natur.

Auf rund 20.000 Hektar ragt der Pico Mágina mit 2.165 Metern als höchster Punkt der Provinz auf. Natürliche Quellen, Höhlen und charakteristische Olivenhaine prägen die Landschaft.

Aracena in Huelva

14.10.02 Gruta de las Maravillas
Die Gruta de las Maravillas.

Wer es lieber unterirdisch mag, findet in Aracena in der Provinz Huelva die Gruta de las Maravillas — laut Guía Repsol die älteste touristische Höhle Spaniens. Jahrtausende alte Erosion hat dort Seen und Tropfsteine geformt.

Die Gruta de las Maravillas ist nicht nur eine Höhle; sie bietet auch eine faszinierende Reise durch die Erdgeschichte.

Besucher können hier die beeindruckenden Stalaktiten und Stalagmiten bewundern, die über Jahrtausende hinweg entstanden sind. Der Eintritt liegt je nach Alter bei rund 15 Euro.

Wüste von Tabernas in Almería

Wüste von Tabernas
Die Wüste von Tabernas diente als Kulisse für zahlreiche Filme und Serien.

Im Desierto de Tabernas in Almería dagegen erwartet Besucher eine fast filmreife Kulisse — denn das ist sie buchstäblich: Szenen für Filme wie Indiana Jones und Game of Thrones wurden dort gedreht.

Die Wüste von Tabernas eignet sich nicht nur für Filmfans, sondern auch für Abenteuerlustige. Touren durch das Gebiet bieten die Möglichkeit, die beeindruckenden Landschaften zu erkunden und mehr über die Filmgeschichte der Region zu erfahren.

Viele der ehemaligen Filmsets können besichtigt werden, und es gibt zahlreiche Aktivitäten wie Jeep-Touren und geführte Wanderungen. Seit 2020 trägt das Gebiet den Titel „Schatz der europäischen Filmkultur“.

Naturpark in Cádiz

Nahe Vejer de la Frontera in der Provinz Cádiz liegt der Naturpark La Breña y Marismas del Barbate — der kleinste Andalusiens, aber mit gleich fünf verschiedenen Ökosystemen: Pinienwald, Dünen, Küste, Steilklippen und Salzwiesen. Die Wanderroute Sendero de Mondragón führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Leuchtturm von Trafalgar.

Besucher des Naturparks La Breña y Marismas del Barbate können auch die lokale Tierwelt beobachten. Die verschiedenen Ökosysteme beherbergen eine Vielzahl von Tieren, darunter Vögel, Reptilien und Säugetiere.

Die beste Zeit für einen Besuch ist während der Migration im Frühjahr und Herbst, wenn zahlreiche Vogelarten in die Region kommen und die Landschaft zusätzlich beleben.

Jüdisches Viertel Realejo in Granada

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Alhambra in Granada.

Das Barrio del Realejo in Granada liegt direkt unterhalb der weltbekannten Alhambra. Schon vor der arabischen Herrschaft siedelten hier jüdische Gemeinden, und die Araber nannten das Viertel Garnata al-Yahud, Granada der Juden.

Vom 8. bis zum 15. Jahrhundert lebten Juden und Muslime Seite an Seite, mal friedlich, mal in Spannung. Mit der Reconquista 1492 erließen die Katholischen Könige das Dekret zur Vertreibung der Juden, das Viertel wurde zerstört und in Realejo umbenannt.

Das Herzstück des Viertels ist der Campo del Príncipe, ein weitläufiger Platz, den die Katholischen Könige 1497 zur Hochzeit ihres Sohnes Juan auf einem ehemaligen muslimischen Friedhof anlegen ließen.

In der nahen Calle Molinos befindet sich das Teatro Alhambra, eines der wichtigsten Theater der Stadt.

Sierra Norte in Sevilla

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Die Sierra Norte de Sevilla.

Der Naturpark Sierra Norte de Sevilla liegt rund 90 Fahrminuten nördlich von Sevilla und wird vom Fluss Huéznar durchzogen.

Die Landschaft dort ist ungewöhnlich: Jahrzehntelanger Eisenerzabbau hat Tunnel, Stollen und Geländeformationen hinterlassen, die das Bild des Parks bis heute prägen. Seit dem Ende des Minenbetriebs hat sich die Vegetation das Gelände weitgehend zurückerobert.

Die häufigste Pflanzenart ist laut Guía Repsol die Zistrose, deren Harz als Labdanum in der Parfumherstellung verwendet wird.

In den stillgelegten Stollen haben sich Fledermäuse angesiedelt, entlang des Flusses leben Nutrias und Wasseramseln. Die ehemalige Bahntrasse, auf der früher Erzwaggons fuhren, dient heute als Wanderweg, die sogenannte Vía Verde, und führt am Ursprung des Huéznar sowie an Wasserfällen vorbei — Baden ist dort allerdings verboten.

Für Klettersportler gibt es 16 eingerichtete Routen. Am Ende des Weges liegt ein künstlicher Badestrand am Arroyo de los Parrales.

Castillo de Almodóvar in Córdoba

Das Castillo de Almodóvar ist nicht nur historisch bedeutend, sondern bietet auch atemberaubende Aussichten auf die Umgebung.

Die Burg wurde sorgfältig restauriert und bietet Führungen an, die Einblicke in das Leben der Menschen während der arabischen Herrschaft geben. Besonders beliebt sind die Fototouren, die den Besuchern ermöglichen, die majestätische Architektur und die Landschaft zu erfassen.

Den Abschluss bildet das Castillo de Almodóvar del Río in der Provinz Córdoba. Die Burg aus dem Jahr 760, dem Beginn der arabischen Herrschaft, ist auch aus der TV-Serie „Game of Thrones“ bekannt.

Treppen, Türme und Verliese machen sie laut Guía Repsol zu einem Ausflugsziel für alle Altersgruppen.

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