Bahnstreik beeinträchtigt ganz Spanien vom 9. bis 11. Februar

Bahnstreik in Spanien

Update vom 9. Februar, 17:00 Uhr: Der spanienweite Bahnstreik wurde nach einer Einigung zwischen dem spanischen Verkehrsministerium und den Gewerkschaften beendet. In der Provinz Málaga streiken die Minderheitsgewerkschaften CGT und Sindicato Ferroviario (SF) weiter, was insbesondere im Nahverkehr zu zahlreichen Ausfällen führt.

In Spanien soll von Montag, den 9. Februar, bis Mittwoch, den 11. Februar 2026, ein landesweiter Bahnstreik stattfinden.

Auch eine dritte Verhandlungsrunde zwischen dem Verkehrsministerium, der staatlichen Eisenbahngesellschaft Renfe, dem Infrastrukturbetreiber Adif sowie den Gewerkschaften CCOO, UGT und Semaf endete ohne Einigung.

Gespräche sollen bis Sonntag abend fortgesetzt werden, eine Absage der Streiks gibt es bislang jedoch nicht.

Die Streiks betreffen den gesamten Eisenbahnsektor, darunter Hochgeschwindigkeitszüge (AVE), Fern- und Regionalverkehr, Cercanías sowie Teile des Güterverkehrs.

Hintergrund sind Forderungen der Gewerkschaften nach strukturellen Verbesserungen bei Sicherheit, Wartung und Arbeitsbedingungen, unter anderem nach dem Zugunglück in Adamuz, bei dem 46 Menschen ums Leben kamen.

Mindestdienste an den Streiktagen

Zur Sicherung der Grundmobilität hat das spanische Verkehrsministerium Mindestdienste angeordnet.

Im Großteil Spaniens gelten folgende Quoten: Die Nahverkehrszüge Cercanías verkehren zu den Hauptverkehrszeiten zu 75 Prozent, außerhalb dieser Zeiten zu 50 Prozent.

Media Distancia erreicht 65 Prozent des Regelangebots, Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr 73 Prozent. Im Güterverkehr sind 21 Prozent vorgesehen.

In Katalonien und im Baskenland legen die autonomen Verwaltungen eigene Mindestdienste für den jeweiligen Nah- und Regionalverkehr fest.

Die Bahngesellschaft Renfe empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Fahrpläne zu informieren, digitale Informationskanäle zu nutzen und – wenn möglich – alternative Verkehrsmittel einzuplanen.

Quellen: Expansion, Diario SUR, RTVE

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