Nach dem Brand in der Sierra Bermeja: Guardia Civil ermittelt wegen Brandstiftung

Der Ursprung liegt in mehreren Ausbrüchen, die fast gleichzeitig und in der Nähe einer wenig befahrenen Straße auftraten. Feuer wurde möglicherweise durch Benzin ausgelöst .

Brandursache Sierra Bermeja
Techniker sind für Untersuchungen in der Sierra Bermeja.

Auf der Suche nach den Verursachern

Nachdem der Brand in der Sierra Bermeja unter Kontrolle ist, gehen die Untersuchungen weiter, wie das Feuer entstanden ist. Bereits wenige Stunden nach Ausbruch des Feuers, das fast 10.000 Hektar Land in der Sierra Bermeja und im Genal-Tal zerstört hat, hatten Techniker, darunter die Umweltabteilung der Guardia Civil (Seprona) mit der Untersuchung begonnen. Die Beamten stellen zwar klar, dass die Untersuchung „noch nicht abgeschlossen ist“. Es wird aber davon ausgegangen, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Das hatte bereits Andalusiens Ministerpräsident Juan Manuel Moreno auf seinem Twitter Account verkündet. „Es ist mehr als ein Zufall, dass der Brand an zwei verschiedenen Stellen in der Nähe von wenig befahrenen Straßen gleichzeitig ausbrach,“ so Moreno.

Diese These wird derzeit auch von der Generalstaatsanwaltschaft gestützt. Nach einer am Dienstag vom spanischen TV-Sender La Sexta veröffentlichten Informationen könnten der oder die Täter eine brennbare Flüssigkeit, wahrscheinlich Benzin, verwendet haben, um den Brand zu entfachen.

Sierra Bermeja
Techniker die Brandstellen in der Sierra Bermeja.

Ministerpräsident Moreno kündigte nicht nur an, „die Verantwortlichen zu jagen“, sondern forderte auch eine Verschärfung des Strafrechts, um Brandstifter härter bestrafen zu können. Die Initiative will er vor den spanischen Kongress bringen. In Spanien sind die Strafen für die Verursacher von Waldbränden relativ locker. „Wenn der Täter nicht vorbestraft ist, kommt er noch nicht einmal ins Gefängnis“, sagte Moreno. Der andalusische Regierungschef gab den Tätern in einem Interview mit dem spanischen Radiosender Onda Cero noch eine Warnung mit auf den Weg: „Wenn sie es am wenigsten erwarten, wird die Guardia Civil vor ihrer Tür stehen und sie verhaften“, sagte er.

Die Einsatzkräfte des Infoca-Plans werden noch mindestens zwei bis drei Wochen in der Sierra Bermeja arbeiten, um jede Glut in dem betroffenen Gebiet zu beseitigen. Insgesamt sind noch 85 Waldbrandbekämpfer vor Ort, außerdem fünf Techniker, sechs Umweltbeauftragte sowie eine medizinische Einheit und sechs Löschfahrzeuge. Löschflugzeuge sind nicht mehr im Einsatz.

Quellen: Málaga Hoy, ABC de Sevilla, Junta de Andalucía, Infoca.

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