Fallende Corona-Inzidenzen bereiten Boden für baldige Lockerungen

Die andalusische Regierung entscheidet am Mittwoch über mögliche Lockerungen, die ab dem 5. März in Kraft treten würden

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Fallende Corona Inzidenzen in Málaga
Gastronomie und Handel hoffen auf eine zeitnahe Verlängerung der Öffnungszeiten, über 18 Uhr hinaus

7-Tage-Inzidenz in der Provinz Málaga nur noch bei 50

Am heutigen Dienstag wurden in der Provinz Málaga binnen Tagesfrist, mittels PCR-Tests und Antigen-Schnelltests, 71 Positivgetestete gemeldet. Am Dienstag vor eine Woche lag dieser Wert bei 194. Da an Wochenenden und an Feiertagen gewöhnlich weniger getestet wird, darf der niedrige Wert von heute, wegen des gestrigen Feiertags, mit Vorbehalt betrachtet werden. Bedingt durch vermehrte Zusammenkünfte am vergangenen Brückenwochenende, ist in den kommenden Tagen möglicherweise wieder mit etwas steigenden Zahlen zur rechnen.

Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, liegt in der Provinz Málaga jetzt bei 156. Vor sieben Tagen lag dieser Wert bei 269 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner. Im gleichen Zeitraum ist die 7-Tage-Inzidenz von 94 auf 50 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gefallen.

Die Lage in den Krankenhäusern der Provinz Málaga hat sich innerhalb im Wochenvergleich ebenfalls weiter entspannt. Die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten liegt heute bei 359. Am Dienstag der Vorwoche waren es deren 494. Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten im gleichen Zeitraum von 84 auf 57 Patienten gefallen.

Die Zahl der aktiven Fälle ist in der Provinz Málaga weiter rückläufig und liegt jetzt bei 28.348 Infizierten. Am Dienstag der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 30.851.

Zahlen in den Gemeinden

Die 14-Tage-Inzidenz weist heute folgende Werte für die nachstehend aufgeführten Gemeinden aus: Antequera (189), Alhaurín de la Torre (109), Alhaurín El Grande (166), Coín (93), Casares (189), Manilva (268), Estepona (207), Fuengirola (187), Mijas (190), Marbella (281), Benahavís (181), Ojén (105), Torremolinos (139), Benalmádena (107), Ronda (243), Rincón del la Victoria (72) Algarrobo (76), Nerja (33), Torrox (11) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (131). In der Provinzhauptstadt Málaga liegt die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 150 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Fallzahlen in Andalusien

In Andalusien ist die 14-Tage-Inzidenz seit dem 23. Februar von 259 auf 161 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zurückgegangen. Die 7-Tage-Inzidenz hat im selben Zeitraum von 87 auf 61 Positivgetestete je 100.000 Einwohner nachgegeben.

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch an Covid-19 erkrankte Patienten in Andalusien ist diese in den vergangenen sieben Tagen von 2.352 auf 1.715 Patienten gefallen. Im gleichen Zeitraum hat sich die Belegung der Intensivbetten von 564 auf 415 verringert.

Regierung entscheidet am Mittwoch über Lockerungen

Infolge der zuletzt sehr stark gefallenen Inzidenzen in ganz Andalusien wächst der Druck auf baldige Lockerungen der bestehenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Während die Gastronomie und der Handel die Verlängerung der Öffnungszeiten über 18 Uhr hinaus fordern, wollen viele Andalusier, vor allem im Hinblick auf die Osterwoche (Semana Santa) eine kürzere Ausgangssperre und den Wegfall der Reisebeschränkungen. Zur Erinnerung: aktuell sind lediglich Bewegungen innerhalb der Provinz gestattet, in der man seinen Wohnsitz hat. Voraussetzung dafür ist, dass die Gemeinde in der man wohnt eine 14-Tage-Inzidenz von weniger als 500 Positivgetestete je 100.000 Einwohner aufweist. Andernfalls darf selbst die Gemeinde nicht verlassen werden.

Am morgigen Mittwoch setzt sich die andalusische Regierung mit ihren Gesundheitsexperten zusammen und entscheidet über mögliche Lockerungen ab dem 5. März. Ministerpräsident Moreno sagte dazu heute, dass seine Regierung sich diesbezüglich von der Wirtschaft nicht unter Druck setzen lassen werde. Beobachter erwarten, dass Reisen, zumindest innerhalb Andalusiens, erlaubt werden könnten. Andererseits warnen Experten, die Öffnungszeiten für die Gastronomie keinesfalls vor der Umstellung auf die Sommerzeit am 28. März zu verlängern.

Unterdessen notiert die 14-Tage-Inzidenz für ganz Spanien jetzt bei 168 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 250). Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 69 (Vorwoche: 95). Zum Vergleich: in der Bundesrepublik Deutschland beträgt die 7-Tage-Inzidenz laut dem Roland-Koch-Institut (RKI) 65 Infizierte je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 60). Das bedeutet zugleich, dass sowohl die Region Andalusien (61) als auch die Provinz Málaga (50) betreffend der 7-Tage-Inzidenz unter dem Wert für Deutschland liegen.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, Málaga Hoy, RKI

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