Mit dem Fernbus durch Andalusien und Spanien
FlixBus ist in Spanien präsent, aber anders als viele erwarten. Wer die grünen Busse aus Deutschland kennt, stößt hier auf ein System, das nach anderen Regeln funktioniert.
Der spanische Fernbusmarkt ist seit Jahrzehnten durch staatliche Konzessionen geregelt. Auf jeder Strecke darf genau ein Anbieter fahren, zu festgelegten Preisen und Bedingungen.
Die Grundlage dafür sind Gesetze aus dem Jahr 1987. Unternehmen wie FlixBus dürfen deshalb zwar internationale Verbindungen nach Spanien bedienen, aber keine Passagiere innerhalb des Landes von A nach B bringen.
Den Inlandsmarkt teilen sich Anbieter wie ALSA, Avanza oder Hife untereinander auf, mit Quasi-Monopolstellung auf ihren jeweiligen Routen.
FlixBus drängt seit Jahren auf eine Änderung dieser Regelung. Portugal hat die entsprechende EU-Verordnung, die sogenannte Kabotage erlaubt, bereits 2019 umgesetzt. Spanien bisher nicht. Das Unternehmen argumentiert, die geltenden Regeln schränkten die Mobilität der Bevölkerung ein.
Wer also von Málaga nach Granada will oder von Sevilla nach Cádiz, fährt mit ALSA, nicht mit FlixBus. Auf internationalem Terrain dagegen baut das deutsche Unternehmen sein Netz gerade merklich aus.
Neue Verbindungen auf der Iberischen Halbinsel
Neu ist eine Verbindung von Madrid nach Braga, Porto, Vila Real und Braganza im Norden Portugals, mit Zwischenhalten am Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas, am Busbahnhof Madrid Sur und in Zamora.
Eine zweite neue Linie verbindet Lissabon mit Badajoz, mit Halten in Setúbal, Évora, Estremoz, Borba und Elvas. Die drei letztgenannten Orte in der portugiesischen Region Alto Alentejo sind damit erstmals im FlixBus-Netz vertreten. Tickets beginnen ab 14,99 Euro.
Verbindungen ab der Costa del Sol
Für Reisende von der Costa del Sol ist die Verbindung Richtung Portugal besonders praktisch. Seit 2025 fährt FlixBus zweimal täglich von Málaga, mit Halt am Flughafen, über Marbella und Jerez de la Frontera bis nach Faro und Albufeira. Tickets gibt es ab 10,49 Euro.
Der Halt in Jerez de la Frontera ist dabei mehr als ein Durchgangspunkt. Der dortige Flughafen wird von acht deutschen Städten direkt angeflogen, darunter Frankfurt, München, Hamburg und Berlin.
Von Málaga aus sind insgesamt 26 Ziele direkt erreichbar, darunter Lissabon, Faro und Albufeira, aber auch Bayonne, Bordeaux und Burgos.
Wer Umstiege in Kauf nimmt, kann von Málaga aus auch mit dem Flixbus beispielsweise nach München fahren – ist dann aber zwischen 36 und 38 Stunden unterwegs.
Praktische Hinweise
Tickets gibt es über die FlixBus-App oder die Webseite flixbus.es. Preise variieren nach Buchungszeitpunkt und Nachfrage, frühzeitiges Buchen lohnt sich. Bei Umsteigeverbindungen sollte genug Puffer eingeplant werden.
Für Strecken innerhalb Spaniens sind die konzessionierten Anbieter, allen voran ALSA, in der Regel die bessere Wahl, mit mehr Abfahrten und oft günstigeren Preisen.
Quellen: El Economista, Diario de Transporte, FlixBus.




























































