Ab heute gibt es in Spanien bei leichten Corona-Symptomen keine Quarantänepflicht mehr

Nur gefährdete Menschen und Personen über 60 müssen bei Symptomen einen Coronatest machen. Ab heute werden auch Corona-Medikamente an die Apotheken verteilt

Isolation in Spanien bei Corona
Coronatests sollen in Spanien nur noch bei gefährdeten Personen durchgeführt werden.
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Isolation in Spanien bei Corona

Ab heute, Montag, den 28. März, müssen Corona-Infizierte ohne oder mit nur leichten Krankheitssymptomen in Spanien nicht mehr in Isolation. Das hat das spanische Gesundheitsministerium in Madrid mit den autonomen Gemeinschaften vereinbart. Bis gestern betrug die Quarantänepflicht in Spanien nach einer Ansteckung mit Covid-19 mindestens 7 Tage.

Auch wenn die Quarantänepflicht für leichte und asymptomatische Fälle aufgehoben ist, empfiehlt das Gesundheitsministerium, den Kontakt mit gefährdeten Personen zu vermeiden und, wenn erforderlich, eine Maske aufzusetzen.

Ausgenommen vom Wegfall der Isolation sind besonders gefährdete Personen, Bewohner von Seniorenresidenzen und Patienten, die stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Ebenso gilt für das Gesundheitspersonal in Ärztezentren, Kliniken und Krankenhäusern nach wie vor eine Pflicht zur Isolation. Diese kann jedoch jederzeit mittels negativem Testergebnis beendet werden.

Tests nur noch in Ausnahmefällen

Auch die Regeln für die Tests haben sich geändert: Ab heute entfallen Test- und Meldepflicht bei einer möglichen Corona-Infektion, außer bei besonders schweren Fällen. Damit wird Corona zu einer normalen Krankheit wie etwa eine Grippe, wie das Gesundheitsministerium in seinem Kommuniqué erinnerte.

Nur bei gefährdeten Personengruppen soll weiter getestet werden. Dazu zählen alle Menschen über 60 sowie solche mit einer Immunschwäche, außerdem Schwangere und Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Unabhängig davon sollen in Zukunft die Ärzte entscheiden, ob ein Patient mit leichten Symptomen einen Covid-Test machen sollte.

Die neue, mehrfach angekündigte Regelung ist Teil der neuen Überwachungsstrategie der spanischen Regierung, in dessen Rahmen nicht mehr jeder einzelne Fall zurückverfolgt und gezählt werden soll. Es wird dann keine aktualisierten Covid-Gesamtzahlen mehr geben, wie es bisher der Fall war.

Stattdessen besteht die neue Strategie darin, lediglich Fälle in der gefährdeten Bevölkerung zu entdecken. Damit schließt sich Spanien Großbritannien an, das eine ähnliche Strategie verfolgt.

Eine Änderung der neuen Strategie werde es nur dann geben, wenn die Zahl der Covid-19 Infizierten stark ansteigt und die Krankenhäuser und Intensivstationen überlastet sind, heißt es vonseiten des spanischen Gesundheitsministeriums.

Beschränkungen aufgehoben, Maskenpflicht in Innenräumen bleibt

Die Lage bleibt in Spanien weiter entspannt. In Spanien lag die 7-Tage-Inzidenz vergangene Woche bei 210 (Vorwoche: 204). In Andalusien hat die 7-Tage-Inzidenz im gleichen Zeitraum von 116 auf 91 Infizierte je 100.000 Einwohner nachgegeben.

Knapp 85 Prozent der Bevölkerung haben eine Grundimmunisierung erhalten, also zwei Impfungen. In Andalusien sind knapp 90 Prozent der Bevölkerung zweifach geimpft.

Fast alle Corona-Einschränkungen sind in Spanien inzwischen aufgehoben. Nur in öffentlichen Innenräumen und in Bussen und Bahnen gilt noch die Maskenpflicht. Präsident Pedro Sánchez hatte Anfang März angekündigt, dass sie „bald“ abgeschafft werden könnte.

Bei der Einreise nach Spanien hingegen müssen Reisende weiterhin einen Impf-, Genesenen- oder negativen Testnachweis vorlegen. Auch muss das spanische Einreiseformular Spain Travel Health ausgefüllt werden.

Erste Anti-Covid-Tabletten werden am Montag verteilt

In Spanien hat das Pharmaunternehmen Pfizer mit der Auslieferung seines Corona Medikaments Paxlovid begonnen. Insgesamt wurden 344.000 vollständige Packungen Paxlovid gekauft. Ab dem heutigen Montag werden die ersten Medikamente an die Apotheken geliefert.

Paxlovid wird in Tablettenform verabreicht und kann nach einer Verschreibung zuhause eingenommen werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA, die das Medikament im Januar freigegeben hat, empfiehlt Paxlovid für Patienten, „die keine Atemunterstützung benötigen, bei denen aber das Risiko einer Verschlimmerung der Krankheit besteht“.

Quellen: Ministerio de Sanidad, El Pais, RTVE.

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