Kriminalität in Málaga 2026
Die Kriminalität in der Provinz Málaga ist im ersten Quartal 2026 um 1,5 Prozent zurückgegangen. Zwischen Januar und März wurden 23.294 Straftaten angezeigt, nach 23.644 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Das geht aus dem Kriminalitätsbericht des spanischen Innenministeriums für das erste Quartal 2026 hervor, der am 4. Juni veröffentlicht wurde.
Hinter dieser positiven Gesamtbilanz verbirgt sich ein zwiegespaltenes Bild. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg bei Vergewaltigungen: 40 Anzeigen wurden zwischen Januar und März in der Provinz registriert, 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Dabei hatte diese Kategorie im ersten Quartal 2025 noch um rund acht Prozent nachgegeben. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren wurden in ganz 2021 nur 49 solcher Fälle angezeigt. Die übrigen Sexualdelikte ohne Penetration gingen dagegen um 6,9 Prozent zurück.
Internetbetrug steigt um über 10 Prozent an
Der zweite Problembereich ist der Internetbetrug. Die Zahl der Onlinestraftaten in der Provinz stieg um 10,8 Prozent auf 4.540 Fälle, nach 4.099 im ersten Quartal 2025. Insgesamt nahm die Cyberkriminalität um 7,2 Prozent zu, von 4.691 auf 5.029 Fälle – davon entfallen 90,3 Prozent auf Internetbetrug.
Auf nationaler Ebene bestätigt sich der Trend: In ganz Spanien wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 595.240 Straftaten registriert, ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Kfz-Diebstähle stiegen ebenfalls leicht an, um fünf Prozent auf 479 gestohlene Fahrzeuge in der Provinz, 23 mehr als im Vorjahr.
Deutliche Rückgänge verzeichnet das Ministerium hingegen bei schweren Delikten: Entführungen gingen um 60 Prozent zurück, von fünf auf zwei Fälle. Tötungsdelikte und vollendete Morde sanken um 16,7 Prozent; im ersten Quartal 2026 gab es fünf gewaltsame Todesfälle, einen weniger als im Jahr zuvor. Auch der Drogenhandel brach um 23,9 Prozent ein, von 272 auf 207 Fälle.
Diebstähle bleiben das häufigste Delikt in der Provinz: 5.281 Anzeigen im ersten Quartal, aber immerhin 4,7 Prozent weniger als 2025. Einbrüche in Wohnungen und Geschäfte gingen sogar um 27,3 Prozent zurück.
Delikte in Alhaurín el Grande steigen stark an
Nicht alle Gemeinden profitieren vom provinzweiten Rückgang. In mehreren Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern stiegen die Delikte an, besonders ausgeprägt in Alhaurín el Grande (+44,9 Prozent), Antequera (+17,5 Prozent) und Vélez-Málaga (+13,2 Prozent). Auch Benalmádena (+6,7 Prozent), Nerja (+6,3 Prozent), Cártama (+14 Prozent) und Coín (+4,5 Prozent) verzeichneten mehr Anzeigen.
Positive Ausreißer nach oben sind Mijas mit lediglich 0,9 Prozent mehr und Torrox mit +4,2 Prozent.
Quellen: Málaga Hoy, Ministerio del Interior



























































