Ferienwohnungen in Nerja
Das Küstenstädtchen Nerja in der Axarquía entwickelt sich immer mehr zum Tourismusbetrieb in eigener Regie. Von den 16.621 Immobilien im Ort sind laut dem andalusischen Tourismusregister aktuell 4.305 als Ferienwohnung eingetragen.
Das entspricht etwa jeder vierten Wohnung im gesamten Gemeindegebiet.
Dabei zeigt sich laut Recherchen der spanischen Tageszeitung Málaga HOY eine weitere auffällige Verschiebung: Nur 8.449 Wohnungen gelten als Hauptwohnsitz, 8.172 sind als Zweitwohnsitz eingestuft – entweder als Ferienunterkunft oder Ferienvermietung.
Damit ist Nerja ein Ort, in dem fast die Hälfte des Wohnungsbestands nicht dauerhaft bewohnt wird. Im Sommer, wenn die Einwohnerzahl zeitweise auf ein Vielfaches steigt, ist das besonders spürbar.
Das Phänomen ist nicht neu, hat aber zuletzt deutlich an Fahrt gewonnen. Viele Eigentümer vermieten ihre Immobilien lieber kurzfristig an Urlauber als langfristig an Einheimische – die Rendite ist schlicht höher.
Die Folge: Wer in Nerja dauerhaft wohnen will, findet kaum noch bezahlbare Mietwohnungen. Die Preise für Kauf und Miete steigen weiter.
Eigentümer kommen aus Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden
Nerja hat seit Jahrzehnten eine starke internationale Prägung. Viele Eigentümer kommen aus Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien – teils als Residenten, teils als Investoren.
Diese Käufergruppe hat den Markt maßgeblich mitgeformt. Nerja gehört heute zu den Gemeinden an der östlichen Costa del Sol mit der höchsten Kapazität an touristischen Unterkünften außerhalb des klassischen Hotelbetriebs.
Die andalusische Landesregierung hat inzwischen reagiert und die Kontrollen verschärft. In mehreren Gemeinden in der Provinz Málaga wurden in den vergangenen Monaten Lizenzen für Ferienwohnungen geprüft und in einigen Fällen wegen baulicher oder administrativer Verstöße entzogen.
Quelle: Málaga Hoy






















































