Erdbeben Fuengirola
Das Erdbeben, das am Freitagvormittag in Fuengirola zu spüren war, zählt zu den stärksten der vergangenen hundert Jahre in der Provinz Málaga.
Nach Angaben des spanischen Geographischen Instituts (IGN) wurde die Stärke des Bebens zunächst mit 4,2 auf der Richterskala angegeben, im Laufe des Tages jedoch auf 4,8 und schließlich auf 4,9 korrigiert.
Damit ist es das zweitstärkste Beben, das in der Provinz Málaga seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen wurde. Nur das Erdbeben vom 24. August 1976 bei Almogía erreichte mit einer Stärke von 5,4 einen höheren Wert.

Der Erdstoß ereignete sich in rund 78 Kilometern Tiefe, was dazu beitrug, dass die Erschütterungen an der Oberfläche vergleichsweise mild ausfielen.
Zum Vergleich: Beim Beben von Almogía lag das Hypozentrum 54 Kilometer unter der Erdkruste.
Erdbebengefahr an der Costa del Sol
Die Region im Süden Spaniens gilt als eine der seismisch aktivsten Zonen des Landes. Grund dafür ist die Reibung zwischen der afrikanischen und der eurasischen Platte, deren Grenzbereich im Norden Afrikas verläuft.
Diese schieben sich langsam aufeinander zu und setzen dabei immer wieder Spannungen frei, die sich in Form von Erdbeben entladen. Die meisten davon sind so schwach, dass sie nur von Messgeräten erfasst werden – doch gelegentlich wackeln auch Möbel oder es klirrt im Schrank.
Diese tektonische Aktivität erklärt, warum die meisten Beben Spaniens in Andalusien, Murcia und Alicante sowie in den angrenzenden Seegebieten – dem Golf von Cádiz und dem Alborán-Meer – registriert werden.
Das geografische Institut IGN erstellt auf Grundlage der historischen Erdbebendaten und geologischen Analysen regelmäßig die Gefahrenkarte Spaniens.
Die aktuellste Version stammt aus dem Jahr 2015 und zeigt die Gebiete mit dem höchsten Erdbebenrisiko in Spanien.
Neben den Pyrenäen gehören dazu vor allem Murcia und Granada, wobei die Erschütterungsgefahr auch Teile der Provinz Málaga betrifft, insbesondere die Regionen Axarquía im Osten und Nororma im Norden der Provinz Málaga.
Frühwarnsystem in Andalusien und an der Costa del Sol
Andalusien mit der Costa del Sol verfügt mit dem Plan de Emergencia ante el Riesgo Sísmico en Andalucía über ein regionales Notfallkonzept.
Zudem wurde ein ES-Alert-System eingeführt, das Bevölkerungsschutzwarnungen wie Erdbeben oder Unwetter direkt aufs Handy überträgt. Auch in Málaga ist dieses System bereits aktiv.
Quellen: IGN, Diario SUR, Opinion de Málaga


























































