Nach Berichten lokaler Medien hat der Hafen Málaga im Jahr 2025 insgesamt 570.481 Kreuzfahrtpassagiere empfangen – ein Plus von 21,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Damit erreichte der Hafen einen neuen historischen Bestwert. 331 Schiffe liefen den Hafen an, 19 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Im nationalen Vergleich verzeichnete Málaga 2025 das stärkste Kreuzfahrtwachstum unter den Häfen der spanischen Halbinsel.
Carlos Rubio, Präsident der zuständigen Hafenbehörde, erklärte, die Saison habe sich deutlich ausgeglichen: Neben den traditionell starken Monaten Frühling und Herbst lieferten nun auch November, Dezember und Januar solide Zahlen.
Der Sommer, früher eine ruhige Zeit, entwickle sich ebenfalls positiv. April und Oktober waren die stärksten Einzelmonate, mit bis zu 87.534 Passagieren im Oktober.
Das Kreuzfahrtgeschäft ist für den Hafen wirtschaftlich bedeutend: Es macht rund 23 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Die Betriebseinnahmen lagen 2025 bei 21,9 Millionen Euro, der Jahresüberschuss bei 6,8 Millionen Euro – doppelt so viel wie im Jahr davor.
Die Hafenbehörde verfolgt zwei strategische Ziele: mehr Heimathäfen gewinnen und das Premium-Segment ausbauen.
Laut Rubio gibt ein Passagier, der Málaga als Heimathafen nutzt, mit rund 240 Euro täglich mehr als doppelt so viel aus wie ein reiner Tagesbesucher mit etwa 100 Euro.
Luxuskreuzfahrten wie jene unter der Marke Ritz-Carlton sollen künftig am Terminal Palmeral de las Sorpresas anlegen, der näher am Stadtzentrum liegt.
Jacobo Florido, Stadtrat für Tourismus in Málaga, sieht im Kreuzfahrttourismus eine Möglichkeit, neue Besucher dauerhaft für die Stadt zu gewinnen.
Auch technische Fragen stehen auf der Agenda: Die Hafenbehörde plant, die Kais zu elektrifizieren, damit Schiffe bei Liegezeiten ihre Motoren abschalten können. In einer ersten Phase soll eine Umspannstation mit 25 Megawatt Leistung ausgeschrieben werden.
Kritischer sieht es der Präsident des Anwohnervereins Asociación de Vecinos Centro Antiguo de Málaga. Er zitiert einen geläufigen Ausdruck unter Einheimischen: „Sie nennen es den Diesel-Tourismus – viel laufen, wenig ausgeben.“
Dazu kämen Beeinträchtigungen für die Bewohner der Altstadt, die bereits unter der Überlastung durch Außengastronomie litten.
Rubio zeigte sich dennoch optimistisch und nannte die Kreuzfahrtaktivität in Málaga „verkraftbar“. Er rechnet damit, die Marke von 600.000 Passagieren bald zu erreichen.
Quelle: Málaga Hoy, Hosteltur, Diario del Puerto


























































