AVE Málaga Madrid bleibt gesperrt
Der direkte Hochgeschwindigkeitszug zwischen Málaga und Madrid wird auch über Ostern nicht fahren. Das bestätigte Pedro Marco de la Peña, Präsident der staatlichen Eisenbahninfrastrukturgesellschaft Adif, am Montag nach einem Besuch auf der Baustelle in Álora.
Frühestens Ende April, in der letzten Aprilwoche, könne der Betrieb wieder aufgenommen werden, so der Adif-Chef.
Die Strecke zwischen Málaga und Madrid ist damit seit Ende Januar ohne direkte Zugverbindung. Zunächst hatte ein schweres Zugunglück am 18. Januar in Adamuz (Provinz Córdoba), bei dem 46 Menschen ums Leben kamen, den Bahnverkehr unterbrochen.
Wenige Wochen später, am 4. Februar, verschlimmerte sich die Situation: Starkregen ließ in der Gemeinde Álora eine rund 300 Meter lange Stützwand kollabieren, die einen Hochspannungsmast neben der Bahntrasse sicherte. Seitdem ist die Strecke voll gesperrt.
Adif hatte zunächst den 23. März als Wiedereröffnungstermin genannt. Doch Ingenieure stellten nach Beginn der Arbeiten Ende Februar fest, dass die verbliebenen Mauern nicht die nötigen Sicherheitsstandards erfüllen.
Nach aktuellem Stand sollen Teile der Stützstruktur vollständig abgerissen und neu gebaut werden.
Wenn der Betrieb wieder aufgenommen wird, soll der Zug zunächst nur auf einem Gleis mit stark reduzierter Geschwindigkeit – zwischen 30 und 80 Stundenkilometern – auf einem rund 500 Meter langen Abschnitt fahren. Die Wiederherstellung des zweiten Gleises ist für Juni geplant.
In der Zwischenzeit müssen Reisende weiter auf ein aufwendiges Übergangssystem ausweichen: Zwischen Málaga und dem Bahnhof Antequera-Santa Ana (rund 60 Kilometer entfernt) verkehren Busse, von dort geht es per AVE weiter nach Madrid. Das verlängert die Reisezeit erheblich.
La reapertura del AVE Madrid-Málaga se retrasa a finales de abril y lastra las previsiones turísticas para Semana Santa https://t.co/ciDbqtyOeJ
— elDiarioAnd (@eldiarioAnd) March 16, 2026
Schlechte Nachricht für den Tourismus
Für den Tourismus der Costa del Sol kommt die Nachricht zu einer schlechten Zeit. Der Hotelierverband der Costa del Sol schätzt die Verluste durch die unterbrochene Bahnverbindung auf über 300 Millionen Euro im ersten Quartal 2026.
Allein über Ostern könnten die Einbußen laut Branchenvertretern zwischen 190 und 200 Millionen Euro betragen.
Die andalusische Wirtschaftsministerin Carolina España hatte vergangene Woche angekündigt, die Zentralregierung zu verklagen, falls die Strecke nicht rechtzeitig vor Ostern geöffnet werde.
Der andalusische Tourismusminister Arturo Bernal erklärte nach der Ankündigung von Adif, die Semana Santa sei für Málaga „definitiv verloren“. Adif bezeichnete den Erdrutsch als höhere Gewalt.
Quellen: El Español Málaga, El País, Diario SUR

























































