Die Provinz Málaga ist Spaniens Hochburg der Ferienwohnungen

Mehr als 45.000 Ferienwohnungen sind in der Provinz auf digitalen Plattformen gelistet — nirgendwo in Spanien gibt es mehr

Illegale Ferienwohnungen in Málaga

Ferienwohnungen in Málaga 2026

Die Provinz Málaga führt die spanische Rangliste der aktiv vermarkteten Ferienwohnungen an. Mit 45.176 auf digitalen Plattformen angebotenen Einheiten liegt sie deutlich vor Alicante (32.148), Las Palmas (26.998), Teneriffa (21.358) und den Balearen (21.304), wie aus der neuen Statistik des spanischen Statistikamts INE für den Monat Mai hervorgeht.

Die Zahlen der Landesregierung machen das Bild vollständiger. Die Junta de Andalucía zählt in der Provinz Málaga insgesamt mehr als 86.300 als Ferienwohnungen registrierte Unterkünfte, also solche, die genehmigt sind und grundsätzlich vermietet werden dürfen.

Das Statistikamt erfasst dagegen nur die Hälfte davon, nämlich jene, die tatsächlich auf den großen Buchungsplattformen Airbnb, Booking und Vrbo aktiv angeboten werden.

Diese Zahl sinkt: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die aktiv vermarkteten Ferienwohnungen in der Provinz um 6,7 Prozent zurück, gegenüber November 2025 sogar um 6,4 Prozent. Die Sommersaison 2026 beginnt damit mit weniger Ferienunterkünften als die des Vorjahres.

Hochburg innerhalb Spaniens

Trotz des Rückgangs ist Málaga-Stadt auf Gemeindeebene die zweitgrößte Ferienwohnungs-Hochburg Spaniens nach Madrid: 8.288 Einheiten, knapp vor Barcelona (8.231) und Marbella (rund 7.000).

Besonders dicht sind Ferienwohnungen im Stadtzentrum von Málaga konzentriert: Im Viertel La Merced sind mehr als 80 Prozent aller Wohnungen Ferienwohnungen, in der Umgebung von Carretería über 40 Prozent, im übrigen Stadtkern zwischen 20 und 25 Prozent.

Insgesamt befinden sich acht Gemeinden der Provinz unter den 25 spanischen Kommunen mit den meisten Ferienwohnungen: neben Málaga-Stadt und Marbella auch Mijas, Benalmádena, Estepona, Fuengirola, Nerja und Torremolinos. Besonders hoch ist die Dichte in Nerja, wo 16,44 Prozent aller Wohnungen als Ferienwohnungen genutzt werden.

Rückläufig in ganz Spanien

Insgesamt ist die Zahl der Ferienwohnungen in Spanien rückläufig: Im Mai wurden landesweit 341.001 Einheiten gezählt, ein Rückgang von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Andalusien bleibt die autonome Gemeinschaft mit den meisten Ferienwohnungen (90.649), vor Katalonien (51.305), der Valencianischen Gemeinschaft (51.268), den Kanarischen Inseln (48.356) und den Balearen (21.304), alle mit rückläufigen Zahlen.

Das spanische Wohnungsbauministerium führt den Rückgang auf zwei neue Regelungen zurück. Seit dem 1. Juli 2025 müssen alle Ferienwohnungen auf digitalen Plattformen eine offizielle Registrierungsnummer besitzen, die über das zentrale digitale Meldeportal („Ventanilla Única Digital“) des Ministeriums beantragt wird. Ohne diese Nummer dürfen die Plattformen keine Anzeigen veröffentlichen.

Allerdings hat der Oberste Gerichtshof Spaniens (Tribunal Supremo) das nationale Register inzwischen für nichtig erklärt. In den aktuellen INE-Zahlen schlägt sich das noch nicht nieder.

Parallel dazu trat im April 2025 eine Reform des Wohnungseigentumsgesetzes in Kraft, die es Eigentümergemeinschaften ermöglicht, neue Ferienwohnungen in ihren Gebäuden mit einer Dreifünftelmehrheit zu untersagen.

Quellen: Diario SUR, Cadena SER, Ministerio de Vivienda y Agenda Urbana (mivau.gob.es)

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