Torrox räumt illegale Lager und besetzte Gebäude

Die Polizei hat in diesem Sommer an rund 20 Orten im Gemeindegebiet eingegriffen – darunter zum zweiten Mal ein Lager unter der Brücke über den Río Güi in El Morche.

Illegale Lager Torrox
Foto: Ayuntamiento de Torrox

Illegale Lager in Torrox

Die Gemeinde Torrox geht in diesem Sommer verstärkt gegen illegale Besetzungen und provisorische Lager vor.

Nach Angaben der Gemeinde hat die örtliche Polizei in den vergangenen Monaten an rund 20 besetzten Gebäuden und illegalen Camps im Gemeindegebiet interveniert. Bei einigen Einsätzen wurde sie von der Guardia Civil unterstützt.

Als Gründe für die Intervention nennt die Gemeinde vor allem Brand- und Überschwemmungsgefahr sowie mangelnde Hygiene und Sicherheitsstandards. Besonders problematisch seien Standorte in Flussbetten oder Bereiche, in denen sich Matratzen, Hausrat, Müll und andere brennbare Materialien angesammelt hätten.

Zu den jüngsten Maßnahmen gehört die erneute Räumung eines Lagers unter der Brücke über den Río Güi in El Morche, nahe der Grenze zu Vélez-Málaga.

Der Ort war bereits Mitte Juli geräumt worden. Damals hatten dort nach Angaben der Behörden etwa zehn Menschen übernachtet. Die Räumung verlief seinerzeit ohne Zwischenfälle oder Festnahmen.

Dass das Lager nun erneut geräumt wurde, zeigt, dass der Platz anschließend wieder genutzt wurde. Nach dem Einsatz beauftragte die Gemeinde das Unternehmen FCC Caviclum erneut mit der Beseitigung von Matratzen, persönlichen Gegenständen, Müll und anderen Hinterlassenschaften.

Weitere Räumungen im Gemeindegebiet

Illegale Lager Torrox
Foto: Auntamiento de Torrox

Die Maßnahmen beschränkten sich nach Angaben des Rathauses nicht auf den Bereich des Río Güi. Weitere Einsätze gab es unter anderem in Punta del Faro, in der Calle Carlos Cano und der Calle Baja, im Bereich der Sportanlagen von Ferrara sowie an der Carretera de Almería nahe dem Hotel Urban Beach.

Wie viele der rund 20 Einsätze besetzte Wohngebäude und wie viele provisorische Lager betrafen, teilte die Gemeinde nicht mit. Auch die Zahl der insgesamt betroffenen Menschen wurde nicht genannt.

Bürgermeister Óscar Medina erklärte, die Gemeinde wolle sowohl Menschen in schwierigen Lebenssituationen als auch Privateigentum schützen und gleichzeitig die Sicherheit und das Zusammenleben in den öffentlichen Bereichen gewährleisten.

Es könne nicht zur Normalität werden, dass Menschen in einem Flussbett oder unter Bedingungen übernachten, die eine Gefahr für sie selbst oder ihre Umgebung darstellten.

Gleichzeitig betont die Gemeinde, dass Räumungen allein keine Lösung seien. Für Menschen in besonders schwierigen Situationen müssten nach Ansicht des Bürgermeisters sichere und menschenwürdige Alternativen gefunden werden.

Medina verwies zudem darauf, dass die Gemeinde bereits die Zentralregierung aufgefordert habe, bei solchen Situationen nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

Quellen: Ayuntamiento de Torrox, Málaga HOY, Diario SUR

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