Haschisch in Schokoriegeln versteckt: Polizei zerschlägt Coffeeshop in Marbella

Drogenhandel Marbella
Foto: Policia Nacional

Ein Coffeeshop in Marbella hat als Verkaufsstelle für Drogen gedient. Die Policía Nacional hat den Laden jetzt ausgehoben und fünf Menschen festgenommen.

Bei der Razzia durchsuchten die Beamten zwei Orte: das Lokal selbst und die Wohnung der Hauptverdächtigen. Dort fanden sie 3,41 Kilogramm Marihuana, 1,55 Kilogramm Haschisch, rund 50 Joints und etwa 20 Vaper mit THC, dem Wirkstoff von Cannabis. Dazu kommen mehr als 32.000 Euro in bar, zwei Fahrzeuge und vier hochwertige Uhren.

Ausgangspunkt der Operation waren Hinweise, dass in einem Coffeeshop an einem zentralen Platz der Stadt regelmäßig Drogen verkauft und verteilt wurden.

Der Laden lief offiziell als sogenannte Cannabis-Konsumvereinigung. Solche Vereine sind in Spanien ein rechtliches Grauzonenmodell: Mitglieder dürfen dort gemeinsam Cannabis konsumieren, ein offener Verkauf an Kunden ist eigentlich nicht erlaubt. Nach Erkenntnissen der Ermittler nutzte die Gruppe diese Konstruktion als Tarnung für den Drogenhandel.

Zwei Verdächtige nahm die Polizei direkt im Coffeeshop fest. Drei weitere, die als Verantwortliche des Vereins gelten, wurden in ihrer Privatwohnung verhaftet. Dort machten die Beamten den ungewöhnlichsten Fund der Aktion: elf Haschisch-Platten, versteckt in Schokoriegel-Verpackungen und in einer Gefriertruhe verstaut.

Auch das meiste Bargeld lag in dieser Wohnung, während die bereits portionierte Ware im Coffeeshop selbst gelagert wurde.

Die Ermittler haben inzwischen bei der Justiz die vorläufige Schließung des Lokals beantragt. Zusätzlich hat die Lokalpolizei von Marbella auf Verwaltungsebene die Einstellung des Geschäftsbetriebs verlangt.

Quellen: Policia Nacional, Diario SUR

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