Gesichtsmasken in Spanien: In geschlossenen Räumen vorerst weiter Pflicht

Ministerin Carolina Darias nennt kein konkretes Datum für den Wegfall der Masken, deutet aber an, dass dies nicht in den kommenden Wochen geschieht.

Carolina Darias
Foto: La Moncloa.

Ganz Andalusien bald auf Risikostufe 0

Die Gesichtsmaske ist eines der wenigen sichtbaren Zeichen dafür, dass in Spanien noch keine komplette Normalität herrscht. In öffentlichen Innenräumen und Verkehrsmitteln ist das Tragen weiterhin Pflicht. In Außenbereichen mit vielen Menschen wird dies empfohlen. Das wird seit kurzem auch in vielen Geschäften und Einkaufszentren kommuniziert. So heißt es beispielsweise an den Eingängen des Open-Air Einkaufszentrums Plaza Mayor in Málaga (in englischer und spanischer Sprache): „Das Tragen von Masken ist keine Pflicht, sondern eine Empfehlung“.

Gesundheitsministerin Carolina Darias schloss eine baldige Lockerung des Einsatzes in geschlossenen Räumen aus: „In der derzeitigen Situation ist die Maske noch notwendig. Wir werden die Inzidenzen weiter senken, und die Masken spielen dabei eine wesentliche Rolle“, sagte die Ministerin bei einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche.  Sie erinnerte auch daran, dass sich im vergangenen Jahr die Zahl der Grippefälle in Spanien auf einem historischen Tiefstand befand. „Es ist sehr wichtig, mit der Maske zu Beginn der aktiven Periode des Influenzavirus fortzufahren. Wir wissen nicht, wie die Grippe kommen wird, und wir wissen auch nicht, welche anderen Viren kommen werden. Wir werden Schritt für Schritt vorgehen, um die ersehnte Normalität wiederherzustellen“, sagte die Gesundheitsministerin.

Darias vermied ausdrücklich, ein konkretes Datum zu nennen, an dem man auf die Masken komplett verzichten könne, deutet aber an, dass dies nicht in den kommenden Wochen passieren werde.  „Wenn die 14-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner unter 25 fällt, dann ist die Normalität erreicht und wir können mit dem Virus leben“, so Darias.  Diese Inzidenz  liegt in Spanien derzeit bei unter 50.

Währenddessen hat Andalusiens Innenminister Elias Bendodo bei einem Besuch in Antequera erklärt, dass er für ganz Andalusien demnächst Risikostufe 0 erwarte. In der Provinz Málaga befindet sich der Gesundheitsbezirk Costa del Sol noch auf Riskostufe 1, was eine Kapazitäts- und zeitliche Einschränkung in Restaurants und Bars bedeutet. Eine Entscheidung wird diese Woche vom andalusischen Expertenrat erwartet.

Quellen: La Moncloa, Diario SUR, El Pais.

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