Pata-Negra-Schinken für Bewohner statt Weihnachtsbeleuchtung

In dem kleinen Dorf Parauta in der Provinz Málaga wird an alle Bewohner ein Weihnachtskorb verteilt

Parauta in der Provinz Málaga

250 Bewohner freuen sich über ein Weihnachtsgeschenk

Die kleine Gemeinde Parauta in der Serranía de Ronda hat beschlossen, dass es dieses Jahr keine Weihnachtsbeleuchtung geben wird. Das gesparte Geld – etwa 8.000 Euro – wird stattdessen für Weihnachtskörbe für alle 250 Bewohner verwendet. Bürgermeisterin Katrin Ortega will nach eigenen Aussagen in diesem Jahr dafür sorgen, dass jeder im Dorf „Pata-Negra-Schinken, spanische Chorizo-Wurst und guten Wein aus Ronda“ in seinem Haus hat. Die Weihnachtskörbe werden an die in der Gemeinde registrierten Familien persönlich verteilt.

Parauta
Katrin Ortega ist Bürgermeisterin von Parauta.

„Zuerst habe ich nur beschlossen, dass wir dieses Jahr die Weihnachtsbeleuchtung nicht aufstellen, weil es Hunderte von Menschen gibt, die aufgrund der Corona-Pandemie sterben. Aber dann dachte ich, wir sollten etwas tun, um die Bewohner in diesen Tagen aufzuheitern. Es sollte etwas sein, was sich viele nicht leisten können. Und da dachte ich an den Pata-Negra-Schinken“, erzählte die Bürgermeisterin der spanischen Tageszeitung La Opiníon de Málaga.

Katrin Ortega scherzt über die Wirkung, die die Nachricht hatte: „Auf Twitter las ich Paco 0 – Parauta 1“, in Anspielung auf den Bürgermeister von Malaga, Francisco (Paco) de la Torre, und die berühmten Lichter der Calle Larios. In den sozialen Netzwerken gibt es viele weitere Witze darüber und Anspielungen auf andere Städte, die für ihre Beleuchtung berühmt sind, wie zum Beispiel Vigo.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird dieses Jahr auch in Júzcar und Alpandeire, ebenfalls in der Serrania de Ronda gelegen, fehlen. Im ersten Fall beschloss die Gemeinde, statt der Installation der Beleuchtung alle Kindern und alte Menschen am Dreikönigstag zu beschenken. Noch kurioser ist der Fall von Alpandeire, wo mit dem Geld aus der Beleuchtung PCR-Tests bei den 250 Anwohnern durchgeführt werden sollen.

Quellen: La Opinión de Málaga. El Confidencial.

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