Spanien öffnet die Geheimakten zum Putschversuch von 1981

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Foto: La Moncloa

Genau 45 Jahre nach dem gescheiterten Putschversuch vom 23. Februar 1981 hat die spanische Regierung die bis dahin geheimen Unterlagen zu diesem Ereignis freigegeben.

Der Ministerrat stimmte am Dienstag der Freigabe zu, am Mittwoch, den 25. Februar, wurden die Dokumente des „23 F“ nach Veröffentlichung im Amtsblatt BOE auf der Regierungswebseite La Moncloa öffentlich zugänglich.

Regierungssprecherin Elma Saiz erklärte, es handle sich um 153 Dokumenteneinheiten aus den Ministerien für Verteidigung, Inneres und Auswärtiges, die „jahrzehntelang nach einer Geheimhaltungsvorschrift aus der Franco-Zeit klassifiziert waren“.

Darunter befinden sich Prozessakten, Mitschriften abgehörter Gespräche der Putschnacht sowie interne Berichte des damaligen Geheimdienstes CESID, dem heutigen CNI.

Am Abend des 23. Februar 1981 hatten rund 200 Angehörige der Guardia Civil und des Militärs unter Oberstleutnant Antonio Tejero das Madrider Parlament gestürmt und die Abgeordneten als Geiseln genommen.

König Juan Carlos I beendete den Putsch mit einer nächtlichen Fernsehansprache, in der er klar für die Verfassung eintrat. Am nächsten Mittag kapitulierten die Putschisten.

Spaniens Ministerpräsident Sánchez sprach von einer „historischen Schuld gegenüber den Bürgern“.

Die konservative Volkspartei PP nannte die Freigabe ein „Ablenkungsmanöver“, Linksparteien wie Podemos forderten darüber hinaus eine Reform des Geheimschutzgesetzes, das noch aus der Francozeit stammt.

Quellen: La Moncloa, Cadena SER

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