Nach Treffen des Expertenrats – so ist die aktuelle Situation in Andalusien

Wenig Änderungen im Vergleich zur Vorwoche. Am 15. Juni wird entschieden, ob die Region in die nächste Phase auf dem Weg zur Normalität eintritt.

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Aktuelle Situation in Andalusien
Gesundheitsminister Jesús Aguirre (l.) leitete die Sitzung des Expertenrats. Es gibt wenig Änderungen im Vergleich zur Vorwoche. Foto: Junta de Andalucía.

Nur Almeria ist komplett auf Stufe Eins

Der andalusische Expertenrat hat am gestrigen Mittwoch in einer Videokonferenz die epidemiologischen Daten für die acht Provinzen analysiert. Unter Vorsitz von Gesundheitsminister Jesús Aguirre wurde festgelegt, die Abriegelung und Schließung von nicht-systemrelevanten Aktivitäten in der Gemeinde Cantillana in Sevilla anzuordnen, da diese als einzige Gemeinde die 14-Tage-Inzidenz von 1.000 Fällen pro 100.000 Einwohner überschreitet. Diese Maßnahme muss noch vom Obersten Gerichtshof in Andalusien bestätigt werden. Sie gilt dann für eine Woche, danach wird neu entschieden.

Ansonsten bleibt alles wie in der Vorwoche: die meisten Gesundheitsbezirke der Provinzen in Andalusien befinden sich auf den COVID-Risikostufen 1 und 2. Der maximale Schweregrad (Risikostufe 4) mit einer 14-Tage-Inzidenz von 250 Infizierten ist in keinem Gesundheitsbezirk mehr aktuell. Die einzige Provinz, deren Gesundheitsbezirke komplett auf Stufe 1 sind, ist Almeria. In Málaga sind bis auf den Gesundheitsbezirk La Vega mit Antequera (Stufe 2) ebenfalls alle Bezirke auf Stufe 1. Stufe 2 bedeutet im Vergleich zu Stufe 1 mehr Einschränkungen beispielsweise in der zulässigen Anzahl der Gäste in Restaurants. Die Daten für die einzelnen Gemeinden kann man unter diesem link abrufen.

Aktuelle Situation in Andalusien
Quelle: Junta de Andalucía.

Gesundheitsminister Aguirre kündigte außerdem an, dass sich der Expertenrat kommende Woche erneut trifft, um darüber zu entscheiden, ob die Region in Phase Zwei auf dem Weg zur Normalität übergehen kann.

Im Moment befindet sich Andalusien in Phase Eins von drei Übergangsphasen. Nach der Strategie der andalusischen Regierung hätte die Gemeinde am 1. Juni mit Phase Zwei beginnen sollen, dies war aber wegen der gleich bleibenden Infektionszahlen um zwei Wochen verschoben worden.Hier noch einmal zur Erinnerung die wichtigste Regelungen, die in Phase Eins gelten.

 Regelungen für Phase Eins in Andalusien (9. Mai – 15. Juni)

  • Ende der Ausgangssperre.
  • Andalusien öffnet seine Grenzen zu anderen autonomen Regionen wieder.
  • Die Gastronomie darf bis 24 Uhr öffnen.
  • In Restaurants und Bars: Es dürfen 8 Personen in den Innenbereichen und 10 Personen in den Außenbereichen zusammenkommen.
  • Veranstaltungen und Feiern: bis 300 Personen in Innenbereichen, bis 500 Personen in Außenbereichen.
  • Treffen in Privathaushalten: Ohne Personenbegrenzung.
  • Diskotheken und Pubs dürfen bis 2 Uhr morgens öffnen. Abstand auf der Tanzfläche. An der Bar gelten die gleichen Bedingungen wie bei Restaurants.
  • Kinos, Theater und Sportveranstaltungen in einem Gesundheitsbezirk mit Risikostufe 1 und 2: Jeweils ein freier Platz zwischen zwei Zuschauern. Andere Risikostufen: Abstand von 1,5 Metern.
  • Strände und Schwimmbäder: Keine zeitlichen Einschränkungen, aber ein spezieller Schutzplan und ein Abstand von 1,5 Metern zwischen Personen und Gruppen sind erforderlich.
  • Maskenpflicht bis auf weiteres auch in öffentlichen Räumen, das heißt auf den Straßen.

In den Phasen Zwei und Drei werden die Regelungen unter anderem in Bezug auf die zulässige Personenzahl bei Treffen in Restaurants etc., weiter gelockert, bis die sogenannte „neue Normalität“ erreicht ist. Bis Ende des Sommers sollen in Andalusien auch 90 Prozent der Bewohner geimpft sein.

Quellen: La Opinion, Diario SUR, Junta de Andalucía.

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