Streit um Militärbasen in Andalusien: Spanien verweigert USA Nutzung für Iran-Einsätze – Trump droht mit Handelsstopp

Trump Sánchez Konflikt
Luftbild der amerikanischen Militärbasis im andalusischen Rota.

Der Konflikt zwischen Spanien und den USA hat sich innerhalb weniger Tage erheblich zugespitzt. Auslöser ist die Weigerung Madrids, zwei gemeinsam betriebene Militärbasen für die laufenden US-Angriffe auf den Iran freizugeben.

Im Mittelpunkt stehen die Stützpunkte Morón de la Frontera (Provinz Sevilla) und Rota (Provinz Cádiz) in Andalusien. Beide Basen werden gemeinsam betrieben, stehen aber unter spanischer Souveränität.

Das bilaterale Verteidigungsabkommen legt fest, dass für US-Operationen eine ausdrückliche spanische Genehmigung erforderlich ist. Die militärische Zusammenarbeit geht auf 1953 zurück, als das Franco-Regime die sogenannten Madrider Verträge unterzeichnete.

Nachdem die USA und Israel am 28. Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet hatten, stellte Madrid klar, die Basen dafür nicht zur Verfügung zu stellen. Außenminister Albares sagte, die Basen würden für nichts genutzt, was nicht im bilateralen Abkommen stehe oder mit der UN-Charta vereinbar sei.

Daraufhin verließen mindestens 15 US-Militärflugzeuge, darunter Tankflugzeuge vom Typ KC-135, die andalusischen Basen.

US-Präsident Trump reagierte  mit der Ankündigung, alle Handelsbeziehungen mit Spanien abzubrechen. Konkrete Schritte zur Umsetzung der Handelsdrohung wurden bislang nicht angekündigt.

Quellen: Euro News, El Mundo, El País, Cadena SER

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