Torrox auf der ITB Berlin
Auf der Internationalen Tourismusbörse ITB, die derzeit in Berlin stattfindet, ist Óscar Medina kein Unbekannter.
Der Bürgermeister von Torrox kommt mit seinem Team schon seit mehr als zehn Jahren zur ITB, um seine Gemeinde vorzustellen, die mit dem besten Klima Europas wirbt. Wir haben uns mit ihm über den deutschen Tourismus unterhalten.
Herr Medina, was ist für Sie wichtiger: der Residenzialtourismus oder der Saisontourismus?
Der Tourismus insgesamt ist wichtig, denn jeder Mensch hat das Recht auf Erholung und Urlaub. Aber der deutsche Residenzialtourismus liegt mir besonders am Herzen. Von November bis Februar kommen vor allem Deutsche, Belgier und Niederländer zu uns – und die tun uns allen gut, weil sie außerhalb der Hochsaison kommen. Im Sommer hingegen dominiert der spanische Binnentourismus.
Woher kommen die meisten Deutschen?
Die Deutschen fliegen direkt, hauptsächlich ab Düsseldorf – unser wichtigster Herkunftsmarkt. Unser Vorteil ist ein ganz bestimmtes Publikum: Menschen, die länger bleiben wollen. Diese Entwicklung hat schon in den 1970er Jahren angefangen, als die ersten Deutschen in die Bau Hoffmann Gebäude in Torrox Costa kamen. Inzwischen haben viele Deutsche Landhäuser im Hinterland gekauft – sie lieben es dort, und sie kommen immer wieder.
Es gibt ja nicht viele Hotels in Torrox?
Nein. Wir haben das wichtigste Hotel an der östlichen Costa del Sol: das Iberostar. Daneben gibt es Apartmentanlagen mit Ferienvermietung. Wir wollen kleine, charmante Boutique-Hotels erhalten. Torrox bleibt aber in erster Linie ein Ziel für Ferienwohnungen und Touristikapartments.
Wie viele Deutsche leben offiziell in Torrox?
Offiziell sind es etwa 3.000 gemeldete Deutsche – aber die tatsächliche Zahl liegt deutlich höher, sicher um die 6.000. Viele melden sich nicht in der Gemeinde an, weil sie ihren Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen, Hamburg oder Bremen haben und Torrox als Zweitwohnsitz nutzen.
Torrox ist die Gemeinde mit den meisten deutschen Einwohnern in Andalusien und auf der gesamten Iberischen Halbinsel. Jährlich kommen nachweislich mehr als 100.000 Deutsche hierher.

Gibt es schon Planungen für das Oktoberfest?
Ja, das wollen wir auf ein neues Niveau heben. Torrox wurde von National Geographic als eines der schönsten Oktoberfeste Spaniens ausgezeichnet – neben Barcelona, Madrid und Valencia.
Wir wollen in Torrox das größte Oktoberfest Südspaniens etablieren, als Referenz für den deutschen Tourismus im Süden Europas. Stattfinden wird es in diesem Jahr vom 24. bis 27. September.
Sie unterstützen bereits seit drei Jahren eine Abendveranstaltung der Tageszeitung Diario SUR aus Málaga in Berlin…
SUR ist die große Tageszeitung in Málaga seit den 1930er Jahren. Für uns ist die Unterstützung und Teilnahme an der Veranstaltung eine Möglichkeit, den Namen Torrox weiter zu positionieren. Wir leben in einer Welt, in der Werbung und internationale Sichtbarkeit entscheidend sind. Die großen Unternehmen in der Welt wie Coca Cola oder Amazon machen permanent Werbung. Die Idee ist, dass Torrox weiter überall in aller Munde ist.

Torrox wirbt mit dem Slogan „Das beste Klima Europas“ – was steckt dahinter?
Das ist offiziell registriert. Torrox hat das meiste Sonnenlicht in Europa, noch vor Marbella. Torrox und Marbella sind zwei Mikroklimas. Die Marke „Bestes Klima Europas“ haben wir in Spanien und ganz Europa schützen lassen – kein anderer Ort darf diesen Titel verwenden. Das gibt uns enorme Strahlkraft in den nordeuropäischen Märkten. Eine unbezahlbare Methode der Positionierung.
Wie sieht es in Torrox mit der Sicherheit aus?
Sicherheit ist für uns extrem wichtig. An unseren Stränden haben wir Rettungsschwimmer mit speziell ausgebildeten Rettungshunden – darüber wurde in vielen Medien weltweit berichtet.
Viele Europäer, darunter viele Deutsche, werden oft vom Meer überrascht und geraten in Gefahr. Wir patrouillieren ständig. Torrox ist ein sicheres Reiseziel – das ist ein zentrales Versprechen an unsere Gäste.
Die Gemeinde Torrox präsentiert sich vom 3. bis 5. März auf der ITB Berlin unter dem Dach von Turismo Andaluz und dem Tourismusverband Costa del Sol, die im vierten Jahr in Folge mit einem eigenen Stand von 235 Quadratmetern vertreten sind.






















































