Erweiterung Krankenhaus Marbella
Das Universitätsklinikum Costa del Sol in Marbella hat seine lang ersehnte Erweiterung offiziell abgeschlossen.
Der andalusische Ministerpräsident Juan Manuel Moreno eröffnete am Dienstag die neuen Gebäude – ein Abschluss, der fast zwei Jahrzehnte auf sich warten ließ.
Das Projekt war 2007 genehmigt worden, die Bauarbeiten begannen 2008, wurden aber 2010 wegen eines Streits um das Parkhaus eingefroren. Elf Jahre lang lag das Vorhaben auf Eis, bevor die andalusisch Landesregierung es 2021 wiederaufnahm.
Mehr als 100 Millionen Euro wurden seitdem in Bau und medizinische Ausstattung investiert, davon 93 Millionen aus europäischen Fördermitteln.
Die Erweiterung umfasst rund 40.000 Quadratmeter in zwei neuen Gebäuden, die Gesamtfläche des Krankenhauses wächst damit auf 90.000 Quadratmeter.
Das Verwaltungsgebäude ist bereits seit 2023 in Betrieb; durch seine Inbetriebnahme konnten im Altbau Flächen für eine erweiterte Notaufnahme sowie für Labor und Apotheke freigemacht werden.
Der neue Klinikkomplex nahm im März 2025 den Betrieb auf und beherbergt unter anderem ambulante Facharztsprechstunden, ein medizinisches Tagesklinikzentrum, einen Operationsbereich mit 16 Sälen.
Krankenhaus versorgt rund 460.000 Menschen
Das Krankenhaus versorgt rund 460.000 Menschen entlang der Costa del Sol. Moreno betonte, dass die Region jahrelang unter einem akuten Versorgungsengpass gelitten habe: Patienten mussten für Diagnosen und Behandlungen, besonders in der Onkologie, nach Málaga-Stadt ausweichen.
Mit dem Ausbau wurden 276 neue Stellen geschaffen, was zusätzliche Personalkosten von rund 14 Millionen Euro pro Jahr bedeutet.
Moreno sprach von einem umfassenden Erneuerungsprogramm für die gesamte Gesundheitsinfrastruktur der Provinz Málaga, in das seit 2019 insgesamt rund 360 Millionen Euro geflossen seien. Für 2026 seien weitere 91 Millionen Euro im andalusischen Haushalt vorgesehen.
Marbellas Bürgermeisterin Ángeles Muñoz bezeichnete den Tag als historisch für die Stadt und die gesamte Costa del Sol. Die Erweiterung markiere einen Wendepunkt in der Gesundheitsversorgung der Region.
Quellen: Junta de Andalucía, Ayuntamiento de Marbella





















































