Hoteliers fordern Maßnahmen angesichts der Wasserknappheit in der Provinz Málaga

Der Hoteliersverband Aehcos warnt, dass das Urlaubsziel Costa del Sol aufgrund möglicher Versorgungsprobleme "seine Zukunft riskiert".

Wasserknappheit in Málaga
In einigen Stauseen der Provinz Málaga und Andalusien ist die Situation dramatisch. Foto: Policia Andalucía.
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Sorge wegen der Wasserknappheit in Málaga

Des einen Freud, des anderen Leid – während sich Bewohner und Besucher über die frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage gefreut haben, werden die Sorgen über die Wasserknappheit in Málaga immer größer.

Mitglieder des Hoteliersverbandes Aehcos haben nun dringende Maßnahmen von der andalusischen Regierung gefordert. „Wir setzen unsere Zukunft aufs Spiel. Der niedrige Wasserstand in den Stauseen kann zu ernsthaften Versorgungsproblemen führen“, warnte Aehcos-Präsident José Luque in einer Pressemitteilung.

Er fordert die nationalen und regionalen Verwaltungen auf, die seit Jahrzehnten ausstehenden Arbeiten an veralteten Infrastrukturen durchzuführen und die Leistung der Aufbereitungs-, und Entsalzungsanlagen zu verbessern, um die Wasserversorgung in der Provinz Málaga auch in Zukunft sicherzustellen.

„Wenn wir nicht entschlossen handeln, könnte der gesamte Tourismussektor der Costa del Sol in Mitleidenschaft gezogen werden“, so Luque. Er wies auf die prekäre Situation der Stauseen in der Provinz hin, die im Schnitt nur zu knapp über 30% ausgelastet sind.

Besonders besorgniserregend sind dabei Fälle wie der Viñuela-Stausee in der Axarquía, der derzeit nur zu knapp 15% ausgelastet ist. Der Stausee La Concepción bei Marbella muss trotz seiner geringen Kapazität einen großen Teil der Bevölkerung versorgen und hat weniger als 40 Prozent Wasserreserven.

„Die Infrastruktur an der Costa del Sol ist nach jahrzehntelangem Betrieb und ständigen Ausfällen veraltet, obwohl die Bevölkerung an der westlichen Costa del Sol auf rund 560.000 Einwohner angestiegen ist und im Sommer Spitzenwerte von bis zu 1,5 Millionen erreicht“, so der Aehcos-Präsident weiter.

Für den Westen der Provinz Málaga hält der Hoteliersverband die Erneuerung der 100 Kilometer langen Wasserleitung, die den gesamten Küstenstreifen zwischen Manilva und Torremolinos versorgt, für vorrangig. „Der Stausee La Concepción ist viel zu klein und muss bei starken Regenperioden seine Schleusen öffnen. Die Entsalzungsanlage in Marbella hat keine Kapazitäten mehr und wir benötigen bereits jetzt im Sommer Wasserlieferungen aus dem Campo de Gibraltar.“

Sorge wegen Wasserknappheit auch in der Axarquía

Auch an der östlichen Costa del Sol ist die Sorge groß, denn die wichtigste Wasserquelle des Gebiets, der Stausee La Viñuela, könnte stillgelegt werden, wenn es in den nächsten Monaten nicht zu erheblichen Regenfällen kommt.

Die Fotos, die der Wetterexperte José Luis Escudero auf seinem Twitter-Account dazu veröffentlicht hat, zeigen die Dramatik der Situation.

Im Juni 2021 sah die Situation am Viñuela Stausee noch ganz anders aus.

Die andalusische Regierung hat inzwischen mehrere Maßnahmen angekündigt. So soll demnächst Wasser von der Stadt Málaga an die Ostküste der Provinz geleitet werden können, wenn die Pumpstation La Rosaleda das Wasser in beide Richtungen leiten kann. Auch soll die Verwendung von wiederaufbereitetem Wasser aus Kläranlagen insbesondere für die Bewässerung verstärkt werden.

Quellen: Aehcos, Málaga Hoy, Junta de Andalucía.

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