Wassertemperatur in Málaga
Das Meer vor Málaga hat innerhalb weniger Tage einen außergewöhnlichen Temperatursturz erlebt. Die Messboje im Hafen von Málaga registrierte 15,6 Grad – den niedrigsten Wert für den Monat August seit Beginn der Aufzeichnungen. Der bisherige August-Rekord lag bei 16,3 Grad und wurde am 3. August 2014 gemessen.
Noch am 18. August hatte das Wasser dagegen 28,8 Grad erreicht und damit beinahe den historischen Höchstwert von 2015. Innerhalb nur einer Woche sank die Temperatur somit um mehr als 13 Grad.
Levante wärmt, Poniente kühlt ab
Nach Angaben von Francisco Franco, Direktor des Lehrstuhls für Küstenwissenschaften der Universität Málaga (UMA), sind die starken Schwankungen vor allem auf die vorherrschende Windrichtung zurückzuführen.
Bei anhaltendem Levante wird die von der Sonne erwärmte oberste Wasserschicht an die Küste gedrückt. Dadurch steigt die Wassertemperatur und kann sogar historische Höchstwerte erreichen.
Beim Poniente ist es genau umgekehrt: Der Wind drückt die warme Oberflächenschicht vom Ufer weg. Dadurch steigt kälteres Wasser aus tieferen Meeresschichten nach oben. Hält der Poniente mehrere Tage an, kann die Wassertemperatur laut Franco Werte erreichen, die eher für den Winter typisch sind.
Mit dem globalen Klimawandel habe der kurzfristige Temperatursturz nichts zu tun, betont der Wissenschaftler. Die langfristige Erwärmung der Meere lasse sich anhand der Jahresmittelwerte über viele Jahre beobachten.
Die starken Schwankungen vor der Küste Málagas seien dagegen unmittelbar von der jeweiligen Windrichtung abhängig.
Quellen: Málaga HOY, Opinion de Málaga





























































