Nach den heftigen Stürmen – die Costa del Sol räumt auf

In den Gemeinden werden Reinigungsarbeiten durchgeführt und Sand aufgeschüttet, um die Strände in der Osterwoche für Besucher bereit zu haben

Zustand der Strände an der Costa del Sol
Reinigung der Promenade in Torre del Mar. Foto: Tenencia de Alcaldia Torre del Mar.
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Zustand der Strände an der Costa del Sol

Seit zwei Tagen sind Reinigungsdienste in allen Küstengemeinden im Einsatz, um die Strände doch noch für die Osterwoche nutzbar zu machen. Die heftigen Winde seit Wochenbeginn hatten zu zahlreichen Schäden in den Gemeinden der östlichen und westlichen Costa del Sol sowie der Provinzhauptstadt Málaga geführt.

Der weggespülte Sand soll nun wieder aufgeschüttet und Tausende von Tonnen Steine, Schilf und Müll entfernt werden, die das Meer angeschwemmt hat.

Dazu haben die Gemeinden einen Notfallplan aktiviert, um die Küstenbereiche so weit wie möglich noch vor der Semana Santa nutzbar zu machen. Der Bürgermeister von Málaga, Francisco de la Torre, ist nach eigenen Angaben bereits mit dem Küstenamt im Gespräch, um über „Lösungen zu verhandeln, die nicht nur auf Reparaturen abzielen, sondern dauerhaft und umweltverträglich sind“.

Auch andere Bürgermeister an der Costa del Sol plädieren für nachhaltige Lösungen: Marbellas Stadtoberhaupt Angeles Muñoz forderte die Zentralregierung auf, „endlich das seit Jahren in der Gemeinde geplante Wellenbrecherprojekt umzusetzen“.

Zustand der Strände an der Costa del Sol
Bei vielen Stränden in Marbella muss der Sand wieder aufgeschüttet werden.

In Marbella traf der Sturm vor allem die zentral liegenden Strände. Neben Casablanca und Santa Petronilla sind auch die Strände von El Faro und La Fontanilla sowie zahlreiche Strandbars stark betroffen.

Auch in Fuengirola hat das Rathaus einen Notfallplan aktiviert. Die am stärksten betroffenen Gebiete waren die Strände von El Castillo, Fuengirola Centro und Carvajal. Hier hat das Meer die Ufermauer erreicht und das Mobiliar und den Sand bis auf die Promenade getrieben.

In der Axarquia ist bereits vom heftigsten Sturm seit vier Jahrzehnten die Rede. Die Wellen erreichten die Strandpromenaden von Torrox, Algarrobo, Vélez-Málaga und Rincón de la Victoria, trafen zahlreiche Strandbars und fegten unter anderem Strandausrüstungen wie Duschen, Abfallbehälter, Sonnenschirme, Liegestühle und Kinderspielplätze weg.

In Nerja wurden die schlimmsten Schäden an den Stränden von El Chucho, La Torrecilla und El Playazo festgestellt. In Torrox waren El Peñoncillo und Ferrara erneut die Hauptleidtragenden.

Am stärksten machte sich der Sturm jedoch an der 22 Kilometer langen Küste von Vélez-Málaga bemerkbar: in Caleta de Vélez haben die Wellen zwei Strandbars weggespült, und an der Strandpromenade von Torre del Mar sind etwa hundert Arbeiter damit beschäftigt, den auf die Promenade gespülten Sand zu entfernen. In Torre del Mar wurden Chiringuitos zerstört und das Feria-Gelände überflutet. (s. Fotos unten)

Zustand der Strände an der Costa del Sol Zustand der Strände an der Costa del Sol

Auch die Promenaden der Provinzhauptstadt Málaga waren zum Teil überflutet. Am stärksten betraf es die Vororte Huelin und El Palo. Auch das bekannte Restaurant Baños del Carmen wurde erneut stark beschädigt.

Zustand der Strände an der Costa del Sol
Auch die Strandpromenade in Málagas Stadtteil El Palo stand unter Wasser.

Angesichts der zahlreichen Schäden in den Gemeinden hat Leiter des Fremdenverkehrsverbandes der Costa del Sol, Francisco Salado, die Ausrufung der Küstenzone als „Katastrophengebiet“ gefordert. „Die Zentralregierung (die für die Küsten zuständig ist, Anm. d. Red.) darf nicht weiter wegzuschauen. Ostern ist eine wichtige Zeit für die Costa del Sol, und all die harte Arbeit, um die Strände in perfekten Zustand zu bringen, war umsonst, weil es keine wirksamen Schutzmaßnahmen gibt“, sagt er.

Buchungen für Ostern für die Costa del Sol

Die Flug- und Hotelbuchungen für die Costa del Sol über Ostern sehen positiv aus, und Salado weist darauf hin, dass 117.000 Familien und 14.000 Unternehmen in der Provinz Málaga vom Tourismus abhängen.

„Wir haben zwei schwierige Jahre hinter uns. Wenn nicht bald  nachhaltige Maßnahmen zur Stabilisierung der Strände getroffen werden, ist die Erholung des Tourismussektors und der Wirtschaft von Málaga und Andalusien in Gefahr“, sagte Salado.

Quellen: Opinion de Málaga, Diario SUR, Ayuntamiento de Marbella, Axarquía Plus.

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